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Tangstedt : Der Internet-Boom bleibt vorerst aus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nur wenige Tangstedter haben sich bisher für die Breitbandversorgung entschieden. Die Frist läuft noch bis zum 17. Oktober.

Tangstedt | Die Fahne von wilhelm.tel ist an Sellhorn’s Gasthof deutlich zu sehen. Ein Raum in dem Restaurant dient kurzerhand als Beratungsstelle für Tangstedter Bürger, die sich für die Breitbandversorgung interessieren. Drei Mitarbeiter sind im Gespräch mit potenziellen Kunden. Eine kleine Warte- schlange hat sich gebildet. Das Interesse ist deutlich zu sehen, doch mit den Vertragsabschlüssen läuft es eher schleppend. „Wir haben bis jetzt leider nur zehn Prozent der Gemeinde unter Vertrag nehmen können“, sagt Matthias Ulmer von wilhelm.tel. Voraussetzung für die flächendeckende Breitbandversorgung in Tangstedt sind 60 Prozent. Dafür hat die Gemeinde bis Freitag, 17. Oktober, Z/eit.

Im Mai dieses Jahres hat es Bürgermeister Detlef Goos (FDP) nach langem Kämpfen geschafft, dass ein Zuwendungsbescheid für wilhelm.tel verabschiedet wurde. Bis zum 1. Mai 2017 soll demnach die Versorgung im Gemeindegebiet abgeschlossen sein. 200.000 Euro als Bauzuschuss hat die Gemeindevertretung bereits seit Längerem beschlossen.

Damit auch möglichst viele Bürger das Angebot nutzen, bietet wilhelm.tel in Sellhorn’s Gasthof mehrere dieser Beratungstermine an. Doch allzu pessimistisch ist Ulmer nicht: „Wir haben gerade erst angefangen und das Interesse besteht durchaus. Die Leute kommen auch häufig zu uns, um Hilfe bei den Verträgen zu bekommen. Sie wollen genau wissen, was sie da unterschreiben und das ist auch ihr gutes Recht“, erklärt er.

Auch Goos ist optimistisch: „Mein Eindruck, sowohl nach Äußerungen der Bürger und Gewerbetreibenden, als auch nach der heutigen Rücksprache mit den Mitarbeitern von wilhelm.tel, ist weiterhin sehr positiv: Mit einer einzigen Ausnahme wollen alle die Glasfaserversorgung“, so Goos. Eine gewisse Sommerferien-Lethargie sei jedoch schon bemerkbar.

Obwohl der Bürgermeister bereits in zahlreichen Ankündigungen und Hausmitteilungen auf die Beratung aufmerksam gemacht hat, ist nicht jeder Tangstedter darüber informiert, dass dieser Service angeboten wird. „Ich weiß, dass wir hier schnelleres Internet bekommen sollen, doch von einer Beratung habe ich nichts gehört“, sagte eine Tangstedterin im Gespräch mit dieser Zeitung. „Noch nicht alle Grundstückseigentümer haben realisiert, dass für den Wert ihrer Immobilien die kostenlose Erstellung eines Glasfaseranschlusses äußerst wichtig ist“, sagte der Bürgermeister.

Wilhelm.tel sowie die Gemeinde wollen nun die potenziellen Kunden noch einmal direkt kontaktieren. „Auch die Plakatierung wird- – ähnlich, wie in Rellinger – noch verstärkt“, kündigt Goos an. Die Mitarbeiter von wilhelm.tel bieten weiterhin Beratungstermine in Sellhorn’s Gasthof an. „Wir verstärken das nun. Alle zwei Wochen kommen wir nach Tangstedt“, kündigt Ulmer an. Der nächste Termin ist am Mittwoch, 20. August, in der Dorfstraße 118.

Wilhelm.tel ist eine 100 prozentige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Norderstedt und hat bereits 1999 mit der Verlegung von Glasfaserkabeln in Norderstedt begonnen. 90 Prozent der Norderstedter nutzen den Service von Wilhelm.tel. Internet-Geschwindigkeiten von 100.000 Kilobite pro Sekunde , die Übertragung von 400 Fernseh-und Radioprogrammen sowie Telefonverbindungen gewährleistet der Anbieter.


 

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erstellt am 18.Aug.2014 | 10:00 Uhr

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