Anstoss – Die HSV-Kolumne : Der HSV ist zum Aufstieg verdammt

Kolumnist Lars Zimmermann.

Kolumnist Lars Zimmermann.

Alles andere als die direkte Rückkehr in die Erstklassigkeit wäre eine herbe Enttäuschung.

shz.de von
29. Juli 2018, 10:00 Uhr

Hamburg | Alles andere als die direkte Rückkehr in die Erstklassigkeit wäre eine herbe Enttäuschung. Mit Köln den höchsten Etat, dazu einen für die Zweite Liga hochkarätigen Kader – unter diesen Voraussetzungen kann es sich der HSV nicht erlauben, einfach nur mitzuspielen und sich irgendwo im Mittelfeld wieder zu finden.

Die Hamburger sind zum Aufstieg verdammt. Allein schon deshalb, weil die geringeren Einnahmen in der Zweiten Liga den klammen Ex-Dino auf Dauer bis ins Mark treffen.  Je länger man in der Zweitklassigkeit verharrt, desto schwieriger wird es, sich wieder zu einem etablierten Erstligisten zu entwickeln. Auch die trotz Abstieg  immer noch riesige Unterstützung der Fans wird schnell abflauen, wenn es im Bundesliga-Unterhaus nicht gut läuft.

Die Chancen, dass sich die Hamburger nur ein Jahr mit Gegnern wie Sandhausen, Aue, Regensburg, Heidenheim und Duisburg beschäftigen müssen, sind allerdings ziemlich gut. Dafür sorgt eine stabile Achse mit Julian Pollersbeck im Tor, Gideon Jung, Douglas Santos und Gotoku Sakai in der Verteidigung sowie Aaron Hunt und Lewis Holtby im Mittelfeld und Tatsuya Ito auf der Außenbahn. Das  verspricht zumindest von den Namen her einiges.

Lediglich im Sturm gibt es Fragezeichen.  Pierre-Michel Lasogga  gilt als Top-Kandidat für die Position im Angriffszentrum. Allerdings hat der HSV bei  ihm und auch bei keinem  anderen  Stürmer  im Kader die Gewissheit, dass  regelmäßig Tore fallen. Deshalb stehen Hunt und Holtby um so mehr  in der Pflicht. Sie müssen für Treffer  aus dem Mittelfeld sorgen. Wenn das klappt, können die Hamburger  Fans sich in dieser Saison auf viele Siege und den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga  freuen.

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