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Pinneberger Tageblatt

22. November 2017 | 10:36 Uhr

Der Herbst zieht ein in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Leseraktion Die Natur hält unsere Leser weiter gefangen / Abschluss der Serie „Ungewöhnliche Perspektiven“

Pinnebergs Natur – das ist das Hauptthema der aktuellen Einsendungen bei unserer Leseraktion „Pinnebergs ungewöhnliche Perspektiven“. Der beginnende Herbst – vor allem bei strahlendem Sonnenschein, wie es ihn dieses Jahr ja doch noch gegeben hat – inspirierte unsere Leser zu neuen Fotomotiven.

Reinhard Hill aus Pinneberg fotografierte die Antennen des Deutschen Wetterdienstes im Haidkamp. Der rot-weiß gestreifte Turm setzt sich von einem azurblauen Himmel ab. Ein interessantes Spiel aus diagonalen Linien ergibt sich durch die Sicherungsseile und die Spur eines vorbeigeflogenen Flugzeuges. Hill erläutert sein Motiv: „Hier werden mehrmals am Tag Wetternachrichten und Wetterwarnungen in die Welt gesandt. 1998/99 wurde die Anlage technisch erneuert. Die 65 Jahre alten vier Gittermasten und die dazugehörige Langwellenantenne wurden durch eine 20 Kilowatt-Antenne und zwei 99 Meter hohe Gittermasten ersetzt.“

Einen ganzen Fundus an Bildern sammelte Gottfried Steer bei einem frühmorgendlichen Spaziergang ganz in der Nähe: Er war mit seinen Hunden am See an den Funktürmen unterwegs und fing die Herbststimmung ein. Von der aufgehenden Sonne über den benachbarten Feldern, einem grinsenden Baum bis zu einem mit Tautropfen übersäten Spinnennetz. Er beobachtete auch ein friedlich vorbeiziehendes Entenpaar durch das Laub am Ufer. Der See hat etwa fünf Hektar und unterschiedliche Tiefen – denn er entstand in den 1960er Jahren aus einem Erdaushub, mit dem ein Baugelände nahe des Hindenburgsdamms erhöht wurde. So erläuterte es Stadtarchivar Martin Ramcke 2012 im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein weniger friedliches Detail: Der See verdankt seinen umgangssprachlichen Namen – Wollny-See – einem Herrn Wollny, der einst in ihm ertrunken ist.

Im Gegensatz zu den beiden anderen Fotografen lichtete Klaus Krämer Stillleben ab: Er war vor dem Abriss 2014 auf dem Gelände und in der Eggerstedt-Kaserne unterwegs. Die blau-roten Drehventile in Reih’ und Glied, die sein Bild zeigt, gehören zu dem ehemaligen Wasserwerk. Heute befindet sich auf dem Areal die Parkstadt Eggerstedt.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für die schönen Einsendungen, die uns Pinneberg aus einem anderen, ungewöhnlichen Blickwinkel gezeigt haben.

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