Der Geduldsfaden ist gerissen

Die Entsorgung von fremdstofffreien Gartenabfällen ist kostenfrei. Doch die Rellinger Verwaltung appelliert an seine Bürger, sich auch entsprechend fair zu verhalten.
Die Entsorgung von fremdstofffreien Gartenabfällen ist kostenfrei. Doch die Rellinger Verwaltung appelliert an seine Bürger, sich auch entsprechend fair zu verhalten.

Rellinger Gartenabfallcontainer-Aktion: Verwaltung kämpft gegen illegale Entsorgung von Fremdstoffen / Vermehrt Ausweiskontrollen

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17. Oktober 2018, 16:00 Uhr

Es reicht. In der Rellinger Verwaltung dürfte der Geduldsfaden gerissen sein. Dreh- und Angelpunkt des Ärgernisses ist die alljährliche Gartenabfallcontainer-Aktion an zwei Wochenenden im November. Eigentlich ein Selbstgänger. Doch Deycke Zorn vom Fachbereich Planen und Bauen, zuständig für Kinderspielplätze und Bauhof, ist auf Zinne: „Wir haben vermehrt mit Problemen im Rahmen dieser Aktion zu kämpfen.“

Zorn sieht den gemeindlichen Service – ausschließlich für Rellinger Bürger – häufig missbraucht. „Leider landen immer wieder Fremdstoffe in den Containern, die die Entsorgung massiv erschweren und kostenintensiver werden lassen.“ Zudem weist die Verwaltungsmitarbeiterin explizit daraufhin, dass „die Abgabe von Gartenabfällen in haushaltsüblichen Mengen nur den Rellinger Einwohnern vorbehalten ist. Gewerbliche Gartenabfälle von Firmen sind nicht gestattet. Ebenso sind übermäßige Gartenabfälle aus sogenannten Gartensanierungsmaßnahmen nicht erlaubt.“

Was letztendlich in den Container kommen darf, ist klar definiert: „Zulässig sind nur schredderfähige Gartenabfälle. Starkäste, Baumstümpfe sowie Fremdmaterialien wie behandelte Holzarten (Bretter, Pfähle, Zaunteile) und Metall und Plastikteile aller Art sind untersagt.“ Ungewöhnlich scharfe Worte. Der Klartext ist von der Verwaltungsleitung um Bürgermeister Marc Trampe (parteilos) abgesegnet.

Zorn geht weiter ins Detail, erklärt nochmals: „Ein Container ist voll, wenn Gartenabfälle die Oberkante des Containers erreicht haben. Alles, was darüber hinaus aufgehäuft wird, muss besonders gesichert oder sogar abgetragen werden. Dies kostet unnötige Zeit und ist sehr arbeitsaufwändig. Volle Container werden laufend ausgetauscht, auch wenn dafür gegebenenfalls eine geringe Wartezeit in Kauf genommen werden muss.“

Stichprobenartige Kontrollen hat es in den vergangenen Jahren schon immer gegeben. Auch an den vier Abgabetagen müssen die Rellinger mit verschärften Kontrollmaßnahmen rechnen. Der Appell von Zorn: „Jeder Nutzer ist gebeten, auf rechtmäßige Befüllung der Container zu achten.“

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