100 Klimahelfer gesucht : Der Familientag in Appen soll so umweltfreundlich wie möglich werden

Der Umwelt zuliebe: Damit der Familientag CO2-optimiert über die Bühne gehen kann, werden noch Unterstützer gesucht.

Der Umwelt zuliebe: Damit der Familientag CO2-optimiert über die Bühne gehen kann, werden noch Unterstützer gesucht.

Etwa 30.000 Besucher werden am 8. September erwartet. Alle Helfer erhalten Urkunden, außerdem wird ein iPad verlost.

shz.de von
02. Juli 2019, 14:00 Uhr

Appen | Nachhaltigkeit und Kimaschutz auf einer Großveranstaltung mit etwa 30.000 Besuchern – ist das überhaupt möglich? „Natürlich“ haben sich der Kreisjugendring und der Appener Spielmannszug gedacht und sich kurzerhand entschieden, den Familientag am Sonntag, 8. September, CO2-optimiert über die Bühne zu bringen.

Plastikgeschirr-Verbot und kostenloser Shuttle-Service

Das heißt zum Beispiel, dass es kein Einweggeschirr aus Plastik geben und dass ein kostenloser Shuttle zum Veranstaltungsort angeboten wird. Bei allen Bemühungen: CO2-Emissionen werden sich nicht ganz vermeiden lassen.

Wird es auf dem Familientag nicht geben: Einweggeschirr aus Plastik.
Symbolfoto: Alexander Heinl/dpa
Wird es auf dem Familientag nicht geben: Einweggeschirr aus Plastik.
 

Um den Schaden so gering wie möglich zu halten, erstellt die Klima-Kollekte eine CO2-Bilanz für den Familientag. Die Menge an dokumentierten Gasen wird dann in Klimaschutzprojekten eingespart. Aber: Für die Erfassung der klimaschädlichen Gase benötigen die Organisatoren noch 100 sogenannte Klimahelfer.

Hintergrund: Klima-Kollekte

Die Klima-Kollekte ist ein CO2- Kompensationsfonds christlicher Kirchen. Personen oder Organisationen können dabei Treibhausgasemissionen ausgleichen, indem sie emissionsmindernde Projekte unterstützen. Zum Beispiel werden derzeit Projekte finanziert, in denen energieeffiziente Kochstellen, Biogas und Photovoltaik-Systeme in Entwicklungsländern eingerichtet werden.

Neben dem Klimaaspekt ist ein weiteres Ziel des Fonds die Armut in diesen Ländern zu reduzieren. Die Projekte werden von kirchlichen Organisationen oder Partnerorganisationen vor Ort durchgeführt.

 

Was sollen die Klimahelfer tun? Aufgabe der Klimahelfer wird es sein, die entstehenden Treibhausgase zu dokumentieren. Dafür befragen sie Besucher zu ihrem Anfahrtsweg – ob sie per Bus, Auto oder Fahrrad gekommen sind – und notieren, wie viele Klima-Gase durch die Verpflegung sowie die Nutzung von Strom und den Verbrauch von Papier entstehen.

Die Freiwilligen müssen mindestens zwölf Jahre alt sein. Vor der Veranstaltung werden sie von der Infostelle Klimagerechtigkeit in einem Workshop auf ihren Einsatz vorbereitet.

Urkunde für Klimahelfer

Als Dank für ihren Einsatz bekommen die Klimahelfer eine vom Landrat Oliver Stolz und dem Geschäftsführer des Kreisjugendrings Ingo Waschkau unterschriebene Urkunde. Diese bestätigt die Sozialkompetenz und das Engagement und kann zum Beispiel bei Bewerbungen für Studium oder Ausbildungsplatz mit eingereicht werden. Selbstverständlich werden die Freiwilligen während der Veranstaltung kostenlos mit Wasser und Essen verpflegt. Außerdem können Interessierte einen Info- oder Aktionsstand anbieten.

„Sunday for future”

Organisationsleiter Rolf Heidenberger sieht die Arbeit der Klimahelfer als optimale Chance, ihr Engagement fürs Klima auszuweiten: „Bei Fridays for Future haben die Jugendlichen fürs Klima demonstriert. Der Familientag ist so etwas wie der ‚Sunday for Future‘. Hier können die Schüler selbst aktiv werden.“

Wer Interesse daran hat, mitzumachen, kann sich bei Heidenberger unter Telefon (0172) 5 66 49 92 und per Mail via rolf.heidenberger@t-online.de melden. Unter allen Klimahelfern verlost der A. Beig-Verlag übrigens ein iPad. Der A. Beig-Verlag ist außerdem Medienpartner des Familientags.

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