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Baumspende für Pinneberg : Der Fahltskamp soll wieder aufblühen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine Spende sorgt für neue Bäume. Das Ziel ist, dass der Standort gestärkt werden soll.

Pinneberg | Der Pinneberger Fahltskamp soll wieder aufblühen – und das im doppelten Sinne: Gestern Mittag haben die neuen Eigentümer des Wohn- und Geschäftshauses an der Bahnhofstraße der Stadt eine Spende für zwei Bäume überreicht. 800 Euro haben sie gemeinsam mit den Nachbarn zusammenbekommen. Dort, wo derzeit noch Stiefmütterchen blühen , sollen bald wieder Bäume die Straße begrünen. Denn geht es nach den Eigentümern, Familie Singh und deren Architekt Jürgen Baars, soll die Straßenecke alles andere als stiefmütterlich behandelt werden. Es geht ihnen vor allem darum, den Wirtschaftsstandort Fahltskamp / Bahnhofstraße zu stärken.

Architekt Baars hat sich ausgiebig mit dem Standort Pinneberg beschäftigt. Besonders übel stößt ihm dabei ein von der Stadt beauftragtes Gutachten aus dem Jahr 2013 auf. Jenes unterteilt die Einkaufslage Pinnebergs in drei Kategorien: A, B und C. A weist auf eine sehr gute Einkaufslage hin, C ist die schlechteste. Danach kommen nur noch sogenannte Streulagen. Erstellt hat das Gutachten die Hamburger Handelsberatung BBE. Deren derzeitige Diagnose für den Fahltskamp lautet: B, also das Mittelfeld. Die BBE hat in ihrem Gutachten auch einen „städtebaulichen Rahmenplan der Innenstadt“ vorgeschlagen. Wenn dieser realisiert wird, rutscht der Fahltskamp jedoch in C-Lage ab, wird damit ein für Gewerbetreibende unattraktives Randgebiet. Eine Prognose, die Baars nicht Wirklichkeit werden lassen will. „Das können wir nicht zulassen“, sagte er deutlich.

Seit gestern weist das Schild auf den Denkmalschutz des Hauses hin.
Seit gestern weist das Schild auf den Denkmalschutz des Hauses hin. Foto: Oster

Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) bezeichnete den Fahltskamp gestern „als Kleinod mit viel Tradition“. Sie schätze das Engagement der neuen Eigentümer. „Ich bin dankbar, dass Sie hier die Initiative ergriffen haben.“ Mit der Pflanzung der Bäume könne man das alte Bild wiederherstellen.

Gestern Mittag wurde außerdem das Kulturdenkmal-Schild für den Gebäudeblock von der Bürgermeisterin enthüllt. „Das Schild haben wir in Eigenregie in Auftrag gegeben“, sagte Baars. Seit Ende Februar dieses Jahres steht das Haus unter Denkmalschutz. „Dem fühlen wir uns verpflichtet“, so der Architekt. „Das Gebäude war in einem außerordentlich schlimmen Zustand“, berichtete er, während er den Gästen die neuen Räume der Diakonie präsentierte. „Hier war ehemals der Ratskeller drin. Wir haben alles rausgerissen was nicht niet- und nagelfest war.“ Auch Wirtschaftsförderer Stefan Krappa lobte: „Das Engagement der Geldspender ist absolut vorbildlich. Auch für andere Grundeigentümer und Gewerbetreibende der Stadt.“

Baars ergänzte: „Es geht hier um Eigeninitiative. Es ist klar, dass die Stadt nicht alles leisten kann. Sie kann nur die Rahmenbedingungen geben.“ Der Architekt plant derzeit gegen die Leerstände im Fahltskamp vorzugehen. Gemeinsam mit anderen Inhabern würde er gern ein Konzept zur Realisierung erarbeiten.

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erstellt am 29.Apr.2016 | 14:00 Uhr

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