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Pinneberg : Der erste Schritt zum „Baumforum“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

25 Bäume des Jahres kommen von der Internationalen Gartenschau zurück nach Pinneberg. Ein Sichtungsgarten ist in Planung

Seit drei Tagen ist die Internationalen Gartenschau 2013 in Hamburg-Wilhelmsburg vorbei. Im Nieselregen werden nun Pavillons geräumt und Blumenbeete zurückgebaut. Die wirtschaftliche Bilanz der gesamten Veranstaltung ist schlecht. Die Verantwortlichen betonen aber, dass bleibende Werte geschaffen wurden. Ein Teil der Parkanlagen in Wilhelmsburg bleibt erhalten.

Auch in der Abteilung des Pinneberger Baumschullands planen die Organistoren die weitere Verwendung der Pflanzen. „Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit“, erklärt Baumpfleger Uwe Thomsen. Sein Betrieb war für die Pflanzung der „Bäume des Jahres“ verantwortlich. „Mit der Aktion ‚Baum des Jahres‘ sollen bedrohte oder vergessene Baumarten wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerufen werden.“ Ein Jahr lang standen also Speierling, Schwarzpappel und Vogelkirsche in Reih und Glied auf der Gartenschau. Jetzt verlieren die ersten Bäumchen bereits ihre Blätter, der Spitzahorn leuchtet rot. Bei den Besuchern fand die Baumreihe laut Thomsen großen Anklang. Nach dem Ende der Igs sollen die Pflanzen nicht einfach dem Bagger zum Opfer fallen. Gestern begannen Thomsen und seine Mitarbeiter damit, die kleinen Bäumchen behutsam auszubuddeln. Dies schadet den Gewächsen nicht – im Gegenteil. „Durch regelmäßiges Umpflanzen bilden die Bäume ein feineres Wurzelwerk aus“, erklärt Thomsen. Mit dem Autoanhänger werden die 25 Bäume zurück in die Kreisstadt gebracht und den Winter über erst einmal untergestellt. „Im Frühling werden wir sie auf unserem Gelände am Wedeler Weg einpflanzen.“ Diesmal nicht in einer engen Reihe, sondern mit ordentlichem Abstand, damit jeder einzelne Baum gedeihen kann. „Die Bäume sollen bei uns dann alt werden können“, sagt Thomsen.

Thomsens Ziel ist ein öffentlich zugängliches „Baumforum Pinneberg“. Die „Bäume des Jahres“ sollen den Anfang machen. „Im Baumforum wollen wir über den richtigen Umgang mit einzelnen Baumarten informieren“, so der Pinneberger. Gerade bei derartig langlebigen Pflanzen würden Fehler in der Pflege oder die Auswahl falscher Sorten erst nach Jahren erkannt werden. Auch auf sauren Regen oder die Vernichtung des Regenwalds will Thomsen im „Baumforum“ eingehen. Ihm schweben regelmäßige Führungen, Ausstellungen und Gesprächskreise vor. Noch ist das aber alles Zukunftsmusik. Die konkreten Planungen für den Sichtungsgarten beginnen im Winter.

 

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erstellt am 16.Okt.2013 | 16:00 Uhr

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