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Marc Trampes einsamer Kampf : Der einzige Bürgermeisterkandidat in Rellingen stellt seine Strategie vor

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Bürgermeister-Kandidat – und seit Montag, Punkt 18 Uhr, offiziell auch einzige Bewerber auf den attraktiven Rathaus-Chefposten in der Baumschulengemeinde, lebt sein Rellingen.

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erstellt am 13.Apr.2016 | 15:00 Uhr

Rellingen | 14.569. So viele Einwohner hat die Gemeinde Rellingen. Marc Trampe benötigt den Bruchteil einer Sekunde für die richtige Antwort auf die Frage. Der Bürgermeister-Kandidat – und seit Montag, Punkt 18 Uhr, offiziell auch einzige Bewerber auf den attraktiven Rathaus-Chefposten in der Baumschulengemeinde, lebt sein Rellingen. Seit Wochen. Seit Bekanntwerden seiner Kandidatur am 10. November 2015.

Die Zahlen. Die Fakten. Die Details über Bedürfnisse der Menschen. Von Vereinen, Verbänden, von Schulen, von etablierten Firmen. Von den zahlreichen Organisationen. Die hat der parteilose, von allen Parteien getragene und gewünschte Kandidat drauf. Marc Trampe ist im Wahlkampf. Und wird ihn bis zur Wahl am Sonntag, 29. Mai, mit großem Einsatz durchziehen. Auch als alleiniger Anwärter: „Das bin ich den Bürgern schuldig. Ich werde keinen Gang zurückschalten.“

Da sitzt er nun. Strahlend weißes Hemd, dezente Krawatte. Dunkler Anzug. Der 34-Jährige weiß, was sich gehört. Von 1998 bis 2014 als Sprecher der Kreisverwaltung und die letzten 1,5 Jahre als Kommunikator und Büroleiter der Pinneberger Bürgermeisterin Urte Steinberg steht der Familienvater permanent in der Öffentlichkeit.

Im „Rellinger Hof“ an der Hauptstraße, in einem separaten Raum im Schatten der Barockkirche, nahm sich Trampe gestern 90 Minuten Zeit, um zu reden. Beispielsweise über Motivation. „Es ist eine einmalige Chance, in ein Amt zu kommen in einer Gemeinde, in der ich groß geworden bin. Dafür gebe ich Vollgas“, verspricht er.

Über sein Ziel: „Mehr als 20 Prozent Wahlbeteiligung.“ Alles andere wäre eine Enttäuschung. Dafür wolle er besonders Senioren und Erstwähler für den Gang an die Urnen in sieben Wahlbezirken begeistern.

60001 Postkarten und 50 Wahlplakate

Seine klare Strategie: Mit 10.000 Broschüren – zwölfseitig, betitelt mit „Gemeindearbeiter“ – 6000 Postkarten sowie 50 Wahlplakaten, die ab Anfang Mai im Gemeindegebiet aufgehängt werden, will der Verwaltungsfachmann Trampe mit Menschen ins Gespräch kommen. Beispielsweise über Wohnungsbau, über bedarfsgerecht-flexible Kinderbetreuung, über die Digitalisierung der Verwaltung nach Norderstedter Vorbild („Bürgerportal“), über ärgerlichen Leerstand im Ortskern. Trampe will Betriebe aufsuchen. Will den Unternehmer-Stammtisch und die Bürgersprechstunde seiner Vorgängerin Anja Radtke fortführen.

Marc Trampe hätte sich einen Wahlkampf mit Gegenkandidaten gewünscht. Er kann der Direktwahl etwas abgewinnen, „weil der Bürger seinen Bürgermeister wählen kann“. Er sieht aber auch die Defizite: Jeder Kandidat, bereits ab 18 Jahren, könne sich bewerben. Auch Quereinsteiger, die weder Lebenserfahrung mitbringen noch die Qualifikationen für das verantwortungsvolle Amt vorweisen würden.

Zu guter Letzt verrät Trampe seinen größten Wunsch: Dass ihn die Bürger nachhaltig in Erinnerung behalten. „Ich möchte möglichst viele Rellinger davon überzeugen, dass ich der richtige Kandidat bin und um die Stimmen werben.“ Sein vierjähriger Sohn Damon und seine Lebensgefährtin Jesslin Rutz unterstützen ihn dabei.

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