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Pinneberger Tageblatt

22. August 2017 | 06:01 Uhr

Fussball-Oberliga : Der Eiertanz ist vorüber

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein Abschied mit Ansage: Der FC Elmshorn beurlaubt seinen Trainer Achim Hollerieth - die Nachfolgefrage ist offen.

Die Hängepartie um Achim Hollerieth ist beendet. Der 40-Jährige ist nicht mehr Trainer des FC Elmshorn. Was schon seit Wochen nur eine Frage der Zeit schien (unsere Zeitung berichtete), hat der Fußball-Oberligist am späten Montag nach einem Gespräch zwischen dem früheren St.-Pauli-Profi und FCE-Präsident Helge Melzer vollzogen. Die Nachfolge ist offen. Vorläufig soll der bisherige Co-Trainer Bernd Ruhser in die Bresche springen.

Das offizielle Statement des Clubs war am späteren Montagabend eine vier Sätze umfassende Pressemitteilung: "Der Vorstand des FC Elmshorn von 1920 e. V. und Achim Hollerieth sind heute übereingekommen, die Zusammenarbeit zu beenden. Achim Hollerieth wurde mit sofortiger Wirkung von seiner Trainertätigkeit beurlaubt, um den Weg für einen Neuaufbau frei zu machen. Der FC Elmshorn bedankt sich bei Achim Hollerieth für sein Engagement. Der Vorstand wünscht Achim Hollerieth viel Erfolg in seiner zukünftigen Trainerlaufbahn."

Nach Melzers Worten sei der Zeitpunkt unmittelbar vor Beginn der Rückrundenvorbereitung am morgigen Donnerstag der einzig mögliche für eine Beurlaubung gewesen. Es war eine Trennung auf Raten und mit Ansage. Mitte November wurde bekannt, dass Hollerieth seinen nominellen Hauptjob beim FCE als Marketingleiter zum Jahreswechsel 2013/14 abgibt. Als der amtierende Hamburger Meister eine Woche später das Kreisderby bei der SV Halstenbek-Rellingen 0:2 verlor, sprach Hollerieth erstmals davon, am Saisonende seine Zelte in Elmshorn abzubrechen. Er sagte damals: "Die derzeitige Situation ist schwierig, aber ich bin niemand, der sofort aufgibt. Bis zum 1. Juli bin ich Trainer beim FCE. Wir wussten, es wird eine schwere Saison. Das Amt des Marketingleiters habe ich von meiner Seite aus niedergelegt. Es war schwierig für mich, Sponsoren zu gewinnen, nachdem sich der Verein mit der Steuerfahndung auseinandersetzen musste."

Spätestens seitdem sich Hollerieth nach dem unglücklichen Aus im Oddset-Pokal mit 0:1 in der Neuauflage des letztjährigen Finales gegen den SC Victoria am 14. Dezember den Frust von der Seele geredet hatte, lag die Trennung in der Luft. Zu diesem Zeitpunkt machte er eine in seinem Vertrag verankerte Ausstiegsklausel öffentlich. Diese Ausstiegsklausel hat Hollerieth nicht gezogen. Der Coach wurde beurlaubt, er steht demnach weiter beim Club unter Vertrag und belastet demnach auch weiterhin das Vereinsbudget.

Das dürfte auch Einfluss bei der Suche eines geeigneten Nachfolgers haben. Im Gespräch waren oder sind Namen wie Andreas Prohn (zuletzt SC Sperber, Landesliga), Dennis Mitteregger (ehemals SV Blankenese, Oberliga) oder der vor einigen Wochen bei HR als Co-Trainer entlassene Reza Khosravinejad. Helge Melzer hielt sich in der Frage bedeckt: "Aktuell gibt es noch keinen Nachfolger für Achim Hollerieth, so dass zum jetzigen Zeitpunkt Bernd Ruhser das Training beim Trainingsauftakt leiten wird", sagte er.

Der seit Jahresbeginn offiziell nur noch als Berater tätige frühere Elmshorner Team-Manager Eugen Igel brachte am Wochenende gar Melzer als Interimslösung ins Spiel. Letztere ist nicht vollkommen abwegig – weil es die kostengünstigste wäre.

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erstellt am 08.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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