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Pinneberger Tageblatt

15. Dezember 2017 | 17:24 Uhr

Asylbewerber in Rellingen : Der Druck wächst

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Für den ersten Standort gab es die rote Karte: Jetzt sucht die Verwaltung dringend nach einer neuen Fläche für die Container.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Die Zahl, wie viele Asylbewerber von heute auf morgen in Rellingen untergebracht werden müssen, ist eine große Unbekannte. Das macht die Arbeit von Michaela Warnecke, Chefin des Ordnungsamts Rellingen, nicht einfacher. Der Druck, passende Wohnalternativen zu finden, ist groß. Die Standortsuche läuft unter Hochdruck.

Druck, der auch im Bauamts-Büro von Andrea Reichert ankommt. Denn während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt unter der Leitung von Eckhard Schlesselmann (CDU) wurde deutlich: Der Beschluss des Gremiums vom 17. September, den Standort neben dem Obdach Tangstedter Chaussee 112 als Fläche für die vorübergehende Aufstellung von Containern zu prüfen, wurde von der Bauaufsicht des Kreises abgeschmettert. „Das Grundstück liegt in einem Außenbereich“, beschreibt Reichert die Problematik. „Eine Aufstellung von Containern im Bereich der Tangstedter Chaussee ohne Bauleitplanung scheidet somit aus“, heißt die finale Entscheidung aus dem Rathaus.

Was gleichzeitig nicht bedeutet, dass die Akten geschlossen werden. Im Gegenteil: „Wir prüfen zurzeit die Möglichkeit einer Aufstellung von Containern in der Altonaer Straße“, heißt es aus der Verwaltung.

Ob die Alternative in Krupunder die geeignete ist, kann Reichert zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Fakt ist: Dort standen Ende der 90-er Jahre bereits Container als Unterkunft.

Nägel mit Köpfen wurden bereits in der Nachbarkommune Halstenbek gemacht: Dort konnten sich die Verantwortlichen darauf festlegen, das „Containerdorf“ für die Unterbringung von Asylbewerbern an der Altonaer Straße aufzubauen. Dafür wurden 150.000 Euro aus dem Haushalt bereit gestellt.

Möglichen Protesten aus der Bevölkerung konterte Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann umgehend: „Egal, wo wir die Menschen unterbringen: Es kommt überall zu Problemen. Aber wir müssen ihnen ein Dach über dem Kopf bieten. Das ist eilig.“

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