Tangestedt : Der „Bufdi“ wird das Ehrenamt unterstützen

Ab 1. Juni Hilfe bei der Betreuung von Flüchtlingen.

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20. Mai 2015, 16:00 Uhr

Tangstedt | Nachdem vier ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuerinnen aus Tangstedt im jüngsten Sozialausschuss die mangelnde Unterstützung ihrer Arbeit beklagt hatten, ist jetzt Hilfe von Seiten des Amts Pinnau in Sicht: Ab 1. Juni wird ein Beschäftigter im Rahmen des Bundesfreiwilligendiensts die Anstrengungen zur Integration in den amtsangehörigen Gemeinden Borstel-Hohenraden, Kummerfeld, Prisdorf, Ellerbek und Tangstedt verstärken.

„Wir haben einen Bewerber gefunden, der vielseitig einsetzbar ist und sowohl Betreuung vor Ort leisten und koordinieren als auch Hausmeistertätigkeiten erledigen kann“, kündigt Verwaltungschef Detlef Brüggemann an. Derzeit sind 59 Flüchtlinge dem Amt Pinnau zugeordnet. „Die meisten sind inzwischen im Amtsbereich untergebracht“, berichtet Brüggemann.

In Tangstedt bildete sich bereits unmittelbar nach der Ankunft der ersten Asylbegehrenden vor acht Monaten eine Gruppe freiwilliger Helfer, die den Neubürgern zur Seite stehen – und händeringend nach Verstärkung suchen. Mit einem Flugblatt, das an alle Haushalte verteilt wurde und den Titel „Buntes Tangstedt“ trägt, bittet das vierköpfige Team – Sabine Sommerfeld, Sabine Hollinger, Marga Ehlers und Nadine Oesting-Held – um Unterstützung. Inzwischen sind 14 Erwachsene und zwei Kinder in der Gemeinde untergebracht.

„Sie kommen aus Syrien, Eritrea, Albanien und Armenien“, informiert das Team in dem Schreiben. „Zur Integration suchen wir Familien oder Einzelpersonen, die Lust haben, einzelne Flüchtlinge näher kennenzulernen und den Kontakt zu pflegen“, so der Wunsch der Ehrenamtler. Auch Personen, die Grundkenntnisse der deutschen Sprache vermitteln könnten oder solche, die Ideen für die gemeinsame Freizeitgestaltung haben, sollen sich melden.

Um die Idee eines Fests der Kulturen umzusetzen, wünschen sich die Helferinnen ebenfalls weitere Mitstreiter. „Es ist geplant, dass an diesem Abend einige der Flüchtlinge von ihren teils abenteuerlichen Erlebnissen auf der Flucht aus ihrer Heimat berichten“, sagt Hollinger. Das Gemeindezentrum, Brummerackerweg 5, sei für Mittwoch, 10. Juni, ab 20 Uhr für diese Veranstaltung bereits reserviert worden, so Hollinger. Erste Rückmeldungen auf die Flugblatt-Aktion stimmen Hollinger inzwischen positiv: „Alle, die sich gemeldet haben, wollen helfen und zu diesem Abend kommen“, sagt Hollinger erfreut. Weitere Ideen, Anregungen, Rückmeldungen und Patenschaften seien willkommen.

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