Schenefeld : Der Bürgerverein ist gerettet

Waltraut Lüders (rechts) bedankte sich bei Gerlinde Sorensen (Mitte) und Dörte Weykonath-Grimm für das Engagement.
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Waltraut Lüders (rechts) bedankte sich bei Gerlinde Sorensen (Mitte) und Dörte Weykonath-Grimm für das Engagement.

Waltraut Lüders steuert die Geschicke vorerst allein. Die Gemeinschaft muss nicht aufgelöst werden. Jubiläum im kommenden Jahr.

shz.de von
19. Januar 2015, 10:00 Uhr

Schenefeld | 2016 wird Schenefelds Bürgerverein 50 Jahre alt. Doch in den vergangenen Wochen herrschte bei den Vereinsmitgliedern Unruhe. Wird der seit 1966 bestehende Verein fortleben? Oder steht die beliebte Einrichtung vor dem Aus, weil die stellvertretende Vorsitzende Dörte Weykonath-Grimn für das Amt künftig nicht mehr zur Verfügung steht.

„Der Verein muss nicht aufgelöst werden“, verkündete die Vorsitzende Waltraut Lüders in ihrer Ansprache während der Jahreshauptversammlung unter Tränen. Die Mitglieder reagierten erleichtert, als die Vorsitzende die Nachricht bekanntgab, den Verein allein, ohne stellvertretende Vorsitzende weiterzuführen. Sie hatte sich zuvor beim Notar erkundigt, dass eine solche Vorgehensweise rechtlich korrekt ist. Der Posten soll jedoch wieder besetzt werden – die Suche geht weiter.

Lüders löste die die langjährige Chefin Edelgard Reiche im Januar 2014 ab. Für ihre bislang geleistete engagierte Arbeit – wie beispielsweise das Organisieren von Wanderungen – erntete sie bereits viel Anerkennung. Sie hat sich auf die Fahnen geschrieben, auch jüngere Menschen als Mitglieder zu gewinnen.

Die stellvertretende Vorsitzende Weykonath-Grimm führte für ihr Ausscheiden vielfältige Gründe an. Zum einen möchte sie ihre Aktivitäten im Bürgerverein reduzieren, um sich in Zukunft mehr um ihre Enkelkinder zu kümmern. Zum anderen vertritt sie zwei spanische Künstler und schreibt an einem Reisegeschichtenroman.

Dank für tolle Arbeit

Lüders lobte Weykonath-Grimm wie die ausscheidende stellvertretende Schatzmeisterin Gerlinde Sorensen. „Ich möchte mich für eure tolle Arbeit bedanken“, sagte die Vorsitzende. Beide hätten ihr engagiert zur Seite gestanden.

Elke Liedtke (71) und Karin Lüders (75), Schwiegermutter von Waltraut Lüders wurden an diesem Abend geehrt. Beide sind schon seit 25 Jahren lang Vereinsmitglieder. Sie erhielten beide Urkunde, Silbernadel und Blumen.

Elke Liedtke kam durch ihren Mann zum Bürgerverein. „Ich habe eine Zeit lang beim Seniorencafé geholfen und hatte viel Spaß“, erinnert sich Liedtke. Karin Lüders gefällt am Bürgerverein „die große, sympathische Gemeinschaft“. Sie genießt die „schönen, gemeinsamen Stunden“ mit anderen Mitgliedern.

Es gibt auf Enttäuschung

Etwas enttäuscht zeigte sich die ebenfalls 25 Jahre lang im Verein aktive Christine Kaapke. „Mir wurde noch keine Ehrung zuteil“, sagte Kaapke. Waltraut Lüders versprach die Ehrung bei einem Kaffeetrinken nachzuholen.

Zum Hintergrund: Der Bürgerverein widmet einen großen Teil seiner Aktivitäten der Betreuung der Senioren. Jährlich im Mai wird eine große Kaffeetafel im „Stadtzentrum“ für alle Schenefelder Senioren ausgerichtet. Ein weiterer Programmpunkt im Jahr: der traditionelle Adventskaffee im Sportrestaurant Achter de Weiden.

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