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Interaktive Chronik : Der Bau der Berliner Mauer jährt sich zum 54. Mal

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das rund 155 Kilometer lange Bollwerk zerschnitt Berlin mehr als 28 Jahre. Wir erinnern mit einer Timeline an die Ereignissen ab dem Zehn-Punkte-Plan bis zur Einheit.

Berlin | Es war die Nacht vom 12. auf den 13. August vor 54 Jahren. Da begannen Bauarbeiter des SED-Regimes, eine Mauer durch Berlin zu errichten. 28 Jahre stand das Symbol der deutschen Teilung. Hunderte von Menschen starben beim Versuch, die Berliner Mauer zu überwinden, um der Diktatur zu entkommen und in den freien Teil Deutschlands zu gelangen. Das alles dürfe niemals in Vergessenheit geraten, fordert anlässlich des Jahrestags erneut die Kreiswählergemeinschaft in Pinneberg (KWGP). Aus diesem Grund wird es wahrscheinlich bald im Kreis Pinneberg einen Gedenkstein geben, mit dem an die damaligen Ereignisse erinnert werden soll.

„Die Mauer stand für Schießbefehl, Terror und Mord“, sagt KWGP-Chef und Kreistagsmitglied Burghard Schalhorn. Er weiß, wovon er spricht. Denn der Usedomer Schalhorn konnte einen Tag vor dem Beginn des Mauerbaus über Berlin aus der DDR flüchten. „Der Kommunismus ist ein menschenverachtendes System, das nur Elend und Leid über die Menschen gebracht hat“, so seine Erfahrung. Die Opfer des kommunistischen Unrechtsstaats dürften nicht in Vergessenheit geraten, sagt er. Zugleich müsse verhindert werden, dass sich Derartiges wiederhole. Die KWG werde deshalb heute der Opfer gedenken. Er hoffe, dass das Thema auch intensiv in den Schulen behandelt wird.

Viel lieber hätten Schalhorn und seine Mitstreiter während einer zentralen Feier des Kreises der Menschen gedacht, die an der Mauer ermordet wurden. Doch der von der KWGP beantragte Gedenkstein für den Kreis Pinneberg lässt noch auf sich warten. Vielleicht aber nicht mehr allzu lange. Nachdem die Mitglieder des zuständigen Ausschusses für Schule, Kultur und Sport des Kreistags den KWGP-Antrag laut Schalhorn „wohlwollend zur Kenntnis genommen“ haben, ist die Kreisverwaltung nicht untätig geblieben. „Der Fachdienst Jugend und Bildung hat Gespräche mit den Kreisberufsschulen in Pinneberg und Elmshorn geführt, um abzuklären, ob es dort Möglichkeiten gibt, einen Gedenkstein aufzustellen“, so Kreissprecher Oliver Carstens.

Vor einer endgültigen Entscheidung müssten allerdings noch die jeweiligen Schulkonferenzen tagen. Anschließend werde das Thema erneut im Ausschuss behandelt. Schalhorn hoffe nun, dass der Gedenkstein bis zum Jahrestag des Mauerbaus im nächsten Jahr steht. Das sei absolut realistisch, meint Carstens: „Ich denke, dass wir zum Jahresende greifbare Ergebnisse haben werden.“

 
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erstellt am 13.Aug.2015 | 12:00 Uhr

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