Wunsch nach Fördergeldern : Der Bahnhof in Prisdorf wird umgeplant

Ein Planungsbüro soll Lösungen für die Neugestaltung der Fahrrad- und Autostellplätze am Prisdorfer Bahnhof entwickeln.
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Ein Planungsbüro soll Lösungen für die Neugestaltung der Fahrrad- und Autostellplätze am Prisdorfer Bahnhof entwickeln.

Gemeindevertretung will Projektvorschlag der neuen Fahrrad- und Autoparkplätze beim Land einreichen, um Fördergeld zu bekommen.

shz.de von
04. Juli 2015, 15:00 Uhr

Prisdorf | Es kommt Bewegung in die Gestaltung des PKW- und Fahrradparkplatzes am Prisdorfer Bahnhof. Kurzfristig hatte Bürgermeister Wilfried Hans das Thema am Donnerstag auf die Tagesordnung für die letzte Sitzung der Gemeindevertretung vor der Sommerpause gesetzt. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Planungen für die Fahrrad- und Autoparkplätze in Gang zu setzen“, erläuterte Hans den Ausschussmitgliedern.

Bis Anfang Oktober müsste eine Planung beim Land eingereicht werden, um noch in diesem Jahr eine Genehmigung zu bekommen. „Dann können wir Geld für den Umbau beantragen“, sagte Hans und ergänzte: „Durch verschiedene Töpfe haben wir die Chance, 100 Prozent der Kosten durch Zuschüsse zu finanzieren. Daher die Dringlichkeit.“ Rolf Schwarz, Vorsitzender der BBP-Fraktion und Vorsitzender des Vereins Wartehäuschen Prisdorf, stellte die möglichen Fördertöpfe dar: „75 Prozent könnten von Nah.SH gedeckt werden. Weitere Zuschüsse sind über Hamburg Nah, EU-Gelder, die Städtebauförderung und die Aktivregion möglich.“ Wichtig sei, kurzfristig eine Planung vorzulegen – die Umsetzung sei in einem Zeitfenster von drei oder vier Jahren möglich. „Wichtig ist nur, dass es von uns jetzt angestoßen wird“, sagte Schwarz.

Laut seiner Aussage stünden aktuell bei der Landesregierung Mittel für Planungen in Höhe von einer Million Euro bereit, auf deren Zuteilung die Prisdorfer nun setzen. Der Gemeindeantrag stimmte der Beauftragung eines Planungsbüros sowie der Antragsstellung auf Förderung einstimmig zu. Sollte die Förderung nicht erfolgen, würde die Gemeinde einen Nachtragshaushalt aufstellen. Nach der Sommerpause sollen möglichst noch im August im Umwelt-, Bau- und Wegeausschuss erste Entwürfe und Ideen diskutiert werden. „Ich hoffe, dass das Konzept nach zwei, drei Beratungen steht“, sagte Hans.

Ebenso einstimmig wurden die Neuregelungen für die Kindertagesstätte verabschiedet. Diese wird zukünftig in den Sommerferien drei statt zwei Wochen schließen. Die Betriebszeit von 7 bis 17 Uhr wird – wie auf der gemeinsamen Sitzung von Finanzausschuss und dem Ausschuss für Schule, Sport und Soziales vorgeschlagen – beibehalten. Die Kündigungsfrist für Zusatzangebote wird auf die drei vorgeschriebenen Kündigungstermine geändert. Bisher konnten Eltern diese mit einem Vorlauf von vier Wochen kündigen. Zudem stimmte der Ausschuss dafür, die neue Heizungsanlage des Tennis-Clubs Prisdorf mit 3210 Euro, der Hälfte der Investitionskosten, zu refinanzieren. Allerdings mit der Auflage, dass Förderanträge zukünftig vor der Umsetzung gestellt werden müssen.

Im Rahmen der Versammlung ehrte Hans BBP-Fraktionschef Schwarz für 25 Jahre aktive Mitarbeit im Gemeinderat: „Du hast dich immer mit deinen Ideen eingebracht. Wir haben auch mal gestritten, aber vor allem in den vergangenen Jahren immer sehr konstruktiv zusammengearbeitet. Vielen Dank dafür.“

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