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Pinneberger Tageblatt

18. August 2017 | 22:58 Uhr

Regenwassergebühr : Der AZV bittet zur Kasse

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine neue Umlage ist das Thema bei Einwohnerversammlung in Borstel-Hohenraden.

Borstel-Hohenraden | Besonders begeistert haben die Borstel-Hohenradener nicht reagiert, als ihnen am Montagabend die Details der neuen Regenwassergebühr während der Einwohnerversammlung näher gebracht wurden. Als Gemeindevertreter Arndt Kampowsky (FGW) anmerkte, die Gemeinde sei den Bürgern bisher entgegengekommen, indem die Kommune die Kosten für die Niederschlagswasserbeseitigung übernommen habe, folgten laute Buh-Rufe in der fast voll besetzten Johannes-Schneider-Halle.

Im Zuge der neuen Regenwassergebühr muss für versiegelte und angeschlossene Flächen gezahlt werden. Das betrifft vor allem die Dachfläche des Wohnhauses sowie Auffahrten und Garagen. Aktuell beträgt der Anteil für private Flächen in Borstel-Hohenraden laut Weißman 114.000 Quadratmeter. Das würde derzeit eine Gebühr von 0,51 Euro pro Quadratmeter ergeben.

Ansonsten blieb es ruhig. Große Diskussionen kamen nicht auf. Die stellvertretende Bürgermeisterin Wiebke Dicks (SPD) betonte, dass die Gemeinde aufgrund des strukturellen Defizits keine andere Wahl habe, als die Kosten auf die Bürger umzulegen. Geplant sei eine Einführung am 1. Januar 2017. Die Umsetzung wurde an den Abwasserzweckverband (AZV) Südholstein abgegeben. Heike Weißmann erläuterte die Ermittlung der Gebühren. Für öffentliche Flächen werden die Gemeinde, für private Flächen die Bürger zur Kasse gebeten. Kosten für Niederschlagswasser fallen für den Ausbau des Netzes und die Instandsetzung an. Die Gebühr werde nach dem Verursacherprinzip erhoben. Wer große Flächen entwässert – wie beispielsweise Unternehmen mit großen Hallen – muss sich auch stärker an den Kosten beteiligen. Dabei betonte Weißmann, dass der AZV eine Anstalt des öffentlichen Rechts sei und keine Gewinne erwirtschafte.

Die stellvertrende Bürgermeisterin Wiebke Dicks (SPD, l.), Heike Weißmann und Ulrich Schenck (beide AZV) standen für Fragen bereit.
Die stellvertrende Bürgermeisterin Wiebke Dicks (SPD, l.), Heike Weißmann und Ulrich Schenck (beide AZV) standen für Fragen bereit. Foto: Plock
 

Gezahlt werden muss für versiegelte und angeschlossene Flächen. Das betrifft vor allem die Dachfläche des Wohnhauses sowie Auffahrten und Garagen. Aktuell beträgt der Anteil für private Flächen in Borstel-Hohenraden laut Weißman 114.000 Quadratmeter. Das würde derzeit eine Gebühr von 0,51 Euro pro Quadratmeter ergeben. In den kommenden Wochen bekommen Hauseigentümer Post und müssen ihre Grundstücksmaße ermitteln und einreichen. Erst danach wird die genaue Gebühr errechnet.

Der AZV bietet drei Sprechstunden an: Vertreter des Verbands sind am 10. März von 10 bis 13 Uhr, am 16. März von 16 bis 19 Uhr sowie am 21. März von 16 bis 19 Uhr im Bürgermeisterbüro in der Schule anzutreffen. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 04103-964530.

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erstellt am 24.Feb.2016 | 12:15 Uhr

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