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Drei Varianten in Rellingen : Der Ausschuss berät über den Umbau der Grimm-Schule

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Fünf-Millionen-Euro-Maßnahme bei laufendem Unterricht. Das Ziel ist die Fertigstellung: 2017/2018.

von
erstellt am 14.Okt.2015 | 17:30 Uhr

Rellingen | Schüler, Eltern und Pädagogen an der Brüder-Grimm-Grundschule im Ortskern von Rellingen dürften im Sommer durchgeatmet haben. Nach der einstimmigen Entscheidung der Mitglieder des Bauausschusses, am alten, gut erhaltenen Baukörper und Standort an der Schmiedestraße festzuhalten, und die Alternative „An- und Ausbau“ für fünf Millionen Euro statt mehr als zehn Millionen Euro für eine neue Schule im Norden der Gemeinde zu wählen, geht es am Dienstag, 20. Oktober, ab 19 Uhr im Rathaus während der öffentlichen Sitzung ans Eingemachte: Planer des Hamburger Büros bof Architekten stellen Varianten vor.

Zur Erinnerung: Die Christdemokraten waren es, die lange gezögert hatten. SPD und Grüne hatten sich längst positioniert, der Neubauvariante ein Nein entgegengeschleudert. Das griffige Motto „Moderne Schule am alten Standort“ kommt nun zum Zuge.

Im Juni betonten Fraktionschef Dieter Beyrle und Bauausschuss-Vorsitzender Eckhard Schlesselmann: „Die angrenzenden Pavillons, teilweise genutzt für die Betreuungsgruppen, dann das außen stehende Vierklassenhaus sowie der ganze Laubengang werden abgerissen.“ Auf dem Areal des Laubengangs solle dann ein „kompletter neuer zusätzlicher Schulkörper für moderne Schulklassen und Fachräume für Computer sowie Differenzierungsräume entstehen – zweistöckig, breiter, bis an den Verwaltungstrakt von 1940 herangebaut.“

Während der Fachausschusitzung werden sich Politiker und Verwaltung mit den Lösungsansätzen Variante I bis III auseinandersetzen. Es geht um Vor- und Nachteile, um Mehr- oder Minderkosten, um die Anordnung der Klassen- Musik-, Hausmeister- sowie Phychomotorikräume, der Mensa und Bücherei.

Variante I: L-förmige, zweigeschossige Verbindung von Altbau und Acht-Klassen-Haus befinden sich aktuell im westlichen Bereich des Erdgeschoss noch Reserveflächen (NR/Technik). Aus Sicht der Nutzer sollte es im Erdgeschoss bei dieser Variante einen zweiten Ausgang auf den Pausenhof geben. (bof architekten)
Variante I: L-förmige, zweigeschossige Verbindung von Altbau und Acht-Klassen-Haus befinden sich aktuell im westlichen Bereich des Erdgeschoss noch Reserveflächen (NR/Technik). Aus Sicht der Nutzer sollte es im Erdgeschoss bei dieser Variante einen zweiten Ausgang auf den Pausenhof geben. (bof architekten)
 
Die Variante II – T-förmige Verbindung der Bestandsbauten mit überdachtem Pausenhof – wird grundsätzlich von den Nutzern sehr positiv bewertet. Besonders in der überdachten Pausenhof-Fläche wird ein großes Nutzungspotenzial gesehen. Der Innenhof könnte dadurch in die Außenraumnutzung mit einbezogen werden. Eine Abtrennung zum Appelkamp sollte gesichert sein. (bof architekten)
Die Variante II – T-förmige Verbindung der Bestandsbauten mit überdachtem Pausenhof – wird grundsätzlich von den Nutzern sehr positiv bewertet. Besonders in der überdachten Pausenhof-Fläche wird ein großes Nutzungspotenzial gesehen. Der Innenhof könnte dadurch in die Außenraumnutzung mit einbezogen werden. Eine Abtrennung zum Appelkamp sollte gesichert sein. (bof architekten)
 
Von Nutzerseite wird die Variante III – zweigeschossiger Hauptbaukörper entlang der Schmiedestraße – eher kritisch gesehen, da er keine befriedigende bauliche Verbindung mit dem Acht-Klassen-Haus gewährleistet. Hier wird lediglich eine erdgeschossige Anbindung – wie bereits im Bestand vorhanden – angeboten. Und das ohne eine barrierefreie Anbindung zum Obergeschoss. Daraus ergeben sich lange Wege zwischen den einzelnen Bereichen. (bof architekten)
Von Nutzerseite wird die Variante III – zweigeschossiger Hauptbaukörper entlang der Schmiedestraße – eher kritisch gesehen, da er keine befriedigende bauliche Verbindung mit dem Acht-Klassen-Haus gewährleistet. Hier wird lediglich eine erdgeschossige Anbindung – wie bereits im Bestand vorhanden – angeboten. Und das ohne eine barrierefreie Anbindung zum Obergeschoss. Daraus ergeben sich lange Wege zwischen den einzelnen Bereichen. (bof architekten)

 

Die Architekten erklären in ihrer Vorlage: „Eine zweigeschossige, barrierefreie Anbindung des Acht-Klassen-Hauses an den Erweiterungsbau, sprich Variante I und II – scheint sinnvoll und wünschenswert.“

Zur Diskussion steht auch, dass in Zukunft nach Möglichkeit entlang der Schmiedestraße Lehrerparkplätze geschaffen werden sollten. Dadurch könnte auf Parkplätze im Innenhof verzichtet und der Freiraum anderweitig genutzt werden. Zudem sollten Garderoben für 230 Schüler außerhalb der Klassenräume angeordnet werden. Der Essbereich der Mensa sollte für 100 Schüler ausreichend sein.

Alt und neu werden verbunden – mit einem Übergang im zweiten Stock, der im Neubau – behindertengerecht – mit einem Aufzug erreicht werden kann. Mögliche Umbaudetails für die Grundschule mit zehn Klassen bis zum Schuljahr 2017/2018:
- Einbau von neuen Licht- und Lärmstandards
- Küche/Mensabetrieb für 100 Essen im Zweischichtbetrieb
- Bau einer Aula inklusive Bühne für 99 Plätze
- neue Eingangssituation von der Straße An der Rellau- Erhalt des Verwaltungstrakts sowie des Acht-Klassenhauses inklusive Modernisierung der sanitären Anlagen.
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