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Kreis Pinneberg : Der Arbeitsmarkt ist weiter im Aufwind

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Quote ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahresbeginn. Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit ist zurückgegangen.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Pinneberg ist im September im Vergleich zum Vormonat um 383 Personen zurückgegangen. In diesem Monat waren 8659 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent, der niedrigsten seit Jahresbeginn. 1465 Menschen konnten im September ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Anstellung, einer Ausbildung oder einer Qualifzierung beenden.

Durch den Ausbildungs- und Schulbeginn im September ist insbesondere die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen stark gesunken. Im Vergleich zum August ging diese um 10,5 Prozent zurück. Derzeit sind im Kreis Pinneberg 869 Menschen zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos gemeldet.

„Die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt hat zum Herbst spürbar angezogen. Viele Jugendliche haben ihre Ausbildung begonnen. Zudem nahmen eine Reihe von Unternehmen ausstehende Personaleinstellungen vor“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit in Elmshorn. Die Nachfrage der Betriebe nach qualifizierten Arbeitskräften bleibt laut Kenntemich immer noch hoch, insbesondere in der Produktion und Fertigung, im Logistikbereich sowie im Gesundheits- und Erziehungswesen. „In den Betrieben unserer Region steht zudem in den kommenden Jahren auf vielen Arbeitsplätzen ein Generationswechsel an“, sagte Kenntemich.

Auch landesweit ist die Quote gesunken

Auch insgesamt ist die Arbeitslosenquote landesweit im September gesunken, sie beträgt derzeit 6,4 Prozent. „Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein erlebt – unbeeindruckt von den gedämpften Konjunkturerwartungen – einen kräftigen Herbstaufschwung. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt weiter, die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften liegt spürbar über dem Vorjahresniveau“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit. Die niedrigste Arbeitslosenquote im nördlichsten Bundesland habe der Kreis Storman mit 3,9 Prozent, die höchste Quote, nämlich 7,0 Prozent, hatte im September der Kreis Schleswig-Flensburg. Bei den Städten war die Arbeitslosenquote mit 9,7 Prozent in Kiel am niedrigsten, in Neumünster mit 10,6 Prozent am höchsten.

Die Arbeitslosigkeit in Hamburg ist im September deutlich zurückgegangen. In der Hansestadt waren 71 982 Arbeitslose gemeldet, das seien 2700 weniger als im Monat zuvor, teilte die Agentur für Arbeit mit. Damit sei auch in Hamburg die Zahl der Arbeitslosen auf den niedrigsten Stand des Jahres gesunken. Allerdings seien es immer noch 1,6 Prozent mehr Arbeitslose als im September 2013.

Arbeitskraftnachfrage ist in Hamburg stabil

 „Verantwortlich für die gute Entwicklung ist die stabile Nachfrage nach Arbeitskräften in Hamburg“, sagte Sönke Fock, Chef der Agentur für Arbeit. „Industrie, Bau, Gesundheitswesen und wirtschaftliche Dienstleistung sowie Gastronomie und Hotellerie suchen kontinuierlich Personal und bauen gleichzeitig ihr Volumen an beschäftigten Arbeitnehmern aus.“

Bundesweit betrug die Arbeitslosenquote im September 6,5 Prozent. Zwar nahm die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum Vormonat ab. Doch bundesweit fiel der Rückgang im September laut Bundesagentur für Arbeit so gering aus wie seit zehn Jahren nicht mehr.

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