zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 16:21 Uhr

Kreis Pinneberg : Der Arbeitsmarkt im November

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Zustrom von Flüchtlingen macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Insgesamt sind aber erneut weniger Menschen ohne Job im Kreis Pinneberg.

shz.de von
erstellt am 01.Dez.2015 | 18:01 Uhr

Kreis Pinneberg | Laut der Arbeitsagentur Elmshorn macht sich der Zustrom von Migranten zunehmend in der Arbeitsmarktstatistik für den Kreis Pinneberg bemerkbar. Die Zahl der Syrer ohne Job etwa ist im Vergleich zum November 2014 deutlich gestiegen. Waren damals 35 Syrer als arbeitslos registriert, waren es in diesem November bereits 113.

Die Syrer belegen in der Gruppe der ausländischen Arbeitslosen Rang drei. Auf Platz eins rangieren Türken mit 540 arbeitslos gemeldeten Menschen. Deren Zahl sank von November 2014 auf 572. Auf Platz zwei folgen Polen mit 163 Arbeitslosen. Ihre Zahl lag im November 2014 noch bei 169. Derzeit sind auch 73 Afghanen, 46 Iraner und 43 Iraker gemeldet. Aus der Statistik geht nicht hervor, welchen Aufenthaltsstatus die Menschen haben.

Insgesamt entwickelt sich der Arbeitsmarkt jedoch weiterhin gut. Die Arbeitslosenquote sank von Oktober auf November um 0,1 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent. Im November des Vorjahres waren es ebenfalls 5,0 Prozent. „Die Region bietet interessante Beschäftigungsmöglichkeiten in vielen Bereichen“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn. Die Zahl der gemeldeten freien Stellen hat weiter zugenommen. Im November suchten die Unternehmen 631 Mitarbeiter – 32 mehr als im Oktober. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 160 oder 2,6 Prozent mehr.

 

Probleme bereitet die Integration Behinderter. „Bei der Suche nach Arbeitskräften sollten sie noch mehr einbezogen werden. Mit ihrer Erfahrung und hohen Motivation sind sie ein Gewinn für jedes Unternehmen“, sagte Kenntemich. Noch bis zum kommenden Freitag informieren die Arbeitsagenturen in einer Aktionswoche zum Thema. Auch die Integration Langzeitarbeitsloser, die in der Region etwa zwei Drittel aller Menschen ohne Job ausmachen, bleibt schwierig. Seit Oktober sank ihre Zahl zwar um 1,2 Prozent. Im Vergleich zum November 2014 nahm sie allerdings deutlich um 3,9Prozent zu.

Mit seiner Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent steht der Kreis Pinneberg wesentlich besser da als Hamburg und der schleswig-holsteinische Durchschnitt sowie der Bundesdurchschnitt mit 6,0Prozent.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert