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Kreis Pinneberg : Der Arbeitsmarkt befindet sich im Aufwind

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Belebung trotz Herbstferien: Insbesondere mehr Chancen für Jugendliche und junge Fachkräfte.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Die Arbeitsagenturen berichten von sinkenden Arbeitslosenzahlen in ganz Deutschland. Auch im Kreis Pinneberg sieht es im Oktober trotz abgeschwächter Konjunkturerwartungen und Ferienzeit auf dem Arbeitsmarkt gut aus, so die Agentur für Arbeit Elmshorn. Die Rede ist von der niedrigsten Arbeitslosenzahl im Kreis seit Jahresbeginn. Viele Berufsanfänger starteten ihre Ausbildungen, junge Fachkräfte erhielten Jobchancen, bestätigt Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn.

8475 Menschen waren im Oktober im Kreis Pinneberg arbeitslos – 184 Personen oder 2,1 Prozent weniger als im September. Die Arbeitslosenquote sank von 5,2 Prozent im Vormonat auf 5,1 Prozent im Oktober. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der Arbeitslosen um 115 Personen oder 1,3 Prozent ab. Derzeit liegen die Arbeitslosenquoten in Elmshorn bei 6,0 Prozent, in Uetersen und Wedel bei je 5,0 Prozent und in Pinneberg bei 4,6 Prozent. 554 neue Stellen wurden im Oktober gemeldet.

„Besonders in der Produktion und Fertigung sowie im Speditions- und Logistikbereich wurden Arbeitskräfte gesucht. Vermehrt wurde auch im Handel und im kaufmännischen Bereich eingestellt“, so der Leiter der Agentur für Arbeit. „Besonders Jugendliche konnten im Herbst ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nutzen“, sagte Kenntemich. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen im Kreis Pinneberg sei im Vergleich zum Vormonat um 9,2 Prozent gesunken. 789 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren sind arbeitslos gemeldet. Ihre Arbeitslosenquote liegt mit 4,7 Prozent unter der kreisweiten Quote von 5,1 Prozent. Zum Ende des Ausbildungsjahres gab es laut Arbeitsagentur noch 57 unversorgte Ausbildungsbewerber im Agenturbezirk, fünf Personen weniger als im Vorjahr.

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zieht sich durch die Bundesrepublik. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober um 75.000 auf 2,733 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Punkte auf 6,3 Prozent, so die Bundesarbeitsagentur.

Auch Schleswig-Holsteins Zahlen trotzen den düsteren Konjunktursignalen. Ende Oktober waren im nördlichsten Bundesland 93 800 Menschen – und damit 3,1 Prozent weniger als vor einem Jahr – ohne festen Job. Im Vergleich zum September betrug der Rückgang 1,9 Prozent, so die Agentur für Arbeit. Die Arbeitslosenquote sank auf 6,3 Prozent – von 6,5 Prozent vor einem Jahr.

Seit vier Monaten geht es auch in Hamburg bergauf. 71.606 Menschen waren im Oktober als arbeitslos gemeldet – 376 oder 0,5 Prozent weniger als im September, jedoch 452 mehr als im Oktober 2013. Die Arbeitslosenquote: 7,3 Prozent. Doch während in Hamburg eine Reduzierung der Langzeitarbeitslosen bemerkbar ist, zeigte sich Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD) besorgt über die Entwicklung bei Älteren und bei Langzeitarbeitslosen, die nicht von dem positiven Trend profitierten.

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