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Hasloh : Der Anbau der Peter-Lunding-Grundschule soll hinterfragt werden

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hasloh will erst nach einer Vorlage der Kostenberechnung über den Seitenflügel entscheiden.

von
erstellt am 13.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Hasloh | Während der jüngsten Sitzung der Hasloher Gemeindevertreter stellten Architekt Juan Hidalgo (SEHW Hamburg) und Helge Maurer von der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft den aktuellen Sachstand der Planungen zum Um- und Anbau der Peter-Lunding-Schule und der Sporthalle vor. „Wir haben den Vorentwurf weitestgehend ausgearbeitet und dabei Kostenveränderungen vornehmen müssen“, berichtete Maurer. Die Kosten für die Sanierung der Turnhalle belaufen sich nach jetzigem Stand auf fast 772.000 Euro, die des Um- und Anbaus der Schule auf knapp 4,6 Millionen Euro.

Insgesamt errechneten die Planer Mehrkosten gegenüber der Machbarkeitsstudie von etwa 370.000 Euro. Der größte Anteil von knapp 100.000 Euro entfällt dabei auf die Baukonstruktion des bestehenden Schulgebäudes. Weitere wesentliche Mehrkosten verursachen die Gefahrstoffsanierung und die Planung. „Bevor grundsätzliche Entscheidungen getroffen werden, sollten wir die Kostenberechnung abwarten, weil sie ein realistischeres Bild zeichnet“, schlug Hidalgo vor. Diese werde bereits Anfang März vorgelegt und dann erneut beraten.

Um jedoch eine zeitnahe Umsetzung zu gewährleisten – mit der Sanierung der Sporthalle soll bereits in den Sommerferien begonnen werden – müssten entsprechend früh die Entscheidungen im Gemeinderat getroffen werden, führte Hidalgo aus. Nach kurzer Debatte einigten sich die Gemeindevertreter darauf, am 31. März eine Sondersitzung einzuberufen.

Ergebnisoffene Diskussion

„Im Mittelpunkt wird dann die Frage stehen, wie und in welchem Umfang das Bauvorhaben fortgesetzt wird“, erklärt Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) im Gespräch mit dieser Zeitung. Möglicherweise müsse die Gemeinde aufgrund der desolaten Haushaltslage Abstriche machen. „Das ist eine gewaltige Summe, die die Gemeinde über Jahre hinaus belasten wird – da müssen wir sehr genau überlegen, auch wenn die Zinsen derzeit so günstig sind wie noch nie“, so Brummund.

Eine ergebnisoffene Diskussion ohne Tabus sei dafür unumgänglich. „Dass wir etwas tun müssen, weil die Schule sonst auf Dauer nicht mehr nutzbar ist, ist unbestritten“, betont der Bürgermeister. Doch ob beispielsweise der Anbau tatsächlich notwendig sei oder der Betrieb der Offenen Ganztagsschule auch ohne zusätzliche Räume möglich sei, müsse ebenso hinterfragt werden wie die verschiedenen Varianten eines Anbaus.

„Das werden keine einfachen Entscheidungen“, weiß Brummund. Kein Gemeindevertreter habe sich gewünscht, mit dieser Situation konfrontiert zu sein: „Das macht uns allen Kopfzerbrechen.“

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