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Pinneberger Tageblatt

20. September 2017 | 15:07 Uhr

Eggerstedt-Kaserne : Der Abriss hat begonnen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Seit Montag rollen im Umfeld des ehemaligen Offiziersheims die Bagger. Die Fristen für die geplante Privatschule wurde verlängert.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Pinneberg | Jetzt geht’s los: Die Abrissarbeiten auf dem Areal der Eggerstedt-Kaserne haben begonnen. Gestern knabberte ein Bagger im Umfeld des ehemaligen Offiziersheims, das 2013 einem Brand zum Opfer gefallen war. Wo jetzt die Abrissbirne schwingt, soll bald eine Kindertagesstätte des Hamburger Bildungsträgers Wabe stehen. Eine Privatschule auf dem Areal der Pinneberger Eggerstedt-Kaserne – dieses zweite Projekt der Wabe verzögert sich. Das wurde während der jüngsten Sitzung der Ratsversammlung deutlich. Hintergrund: Die Wabe, die in Eggerstedt auch eine Kindertagesstätte sowie eine Akademie für Erzieher plant, schafft es nicht, die notwendigen Anträge für eine Privatschule wie angepeilt bis Ende April bei der Schulbehörde einzureichen. Bürgermeisterin Urte Steinberg riet der Politik daraufhin, die Antragsfrist bis Oktober zu verlängern. Eine Empfehlung, der die Ratsversammlung jetzt folgte.

Der Hamburger Bildungsträger Wabe hatte kürzlich die lang ersehnte Förderzusage für den Bau einer Kindertagestätte erhalten. Das 3,2 Millionen Euro teure Projekt kann noch 2014 in Angriff genommen werden. Insgesamt 100 Kinder sollen in der Kita Platz finden. 1,5 Millionen Euro gibt es an Zuschüssen von Land, Kreis und Stadt.

Die Wabe hatte stets klar gemacht, dass der Kindergarten Voraussetzung für weitere Investitionen auf dem Kasernengelände ist. Nach Fertigstellung der Kasernen-Kita soll der Bau einer Akademie für Erzieher in Angriff genommen werden. Die private Grundschule ergänzt das Campus-Konzept. Die Wabe betreibt bereits seit 2010 an der Bismarckstraße in Pinneberg eine Kita. Bereits im Jahr 2013 hatte sich der 2001 gegründete Bildungsträger für 4,4 Millionen Euro ein zentrales Grundstück auf dem 37 Hektar großen Gelände der Eggerstedt-Kaserne gesichert.

Weitere 70.000 Quadratmeter des 37 Hektar großen Areals waren kürzlich an die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) verkauft worden. Das Kieler Bauunternehmen plant 250 Wohneinheiten im Westen des Areals. Ein Gewerbegebiet im Osten der Eggerstedt-Kaserne wird derzeit ebenfalls vermarktet.

Die Wabe gibt es seit 2001. In den Jahren 2010 bis 2012 errichtete der Hamburger Träger sieben Kitas – maßgeblich finanziert über das Krippen-Ausbauprogramm des Bundes. Auch an der Bismarckstraße in Pinneberg entstand seinerzeit eine Betreuungseinrichtung. Derzeit betreibt die Wabe in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern rund 20 Kindergärten. Zudem trägt das Unternehmen Verantwortung für zwei Horte, drei pädagogische Mittagstische und ein Eltern-Kind-Zentrum. Der Verein ist Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und beschäftigt rund 350  Mitarbeiter. Betreut werden insgesamt 1850Kinder. Der Jahresumsatz der Wabe lag nach Angabe des Vereins im Jahr 2011 bei 17,7 Millionen Euro.
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