Schulsanierungen : Der 30-Millionen-Schock für Pinneberg

THS-Direktor Beimel vor seiner Schule: Der Sanierungsstau beträgt hier knapp sechs Millionen Euro.
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THS-Direktor Beimel vor seiner Schule: Der Sanierungsstau beträgt hier knapp sechs Millionen Euro.

Raumnot, veraltete Technik, die Folgen von Baupfusch: Die verschuldete Kreisstadt muss massiv in die Gebäude investieren.

shz.de von
14. November 2013, 12:00 Uhr

Hiobsbotschaft für das hoch verschuldete Pinneberg: Die Sanierung der Schulen im Stadtgebiet wird voraussichtlich knapp 30 Millionen Euro verschlingen. Das geht nach Informationen unserer Zeitung aus einem vorläufigen Gebäudezustandsbericht hervor. Erstellt wird dieser Bericht vom Kommunalen Servicebetrieb (KSP), der seit Januar 2013 die öffentlichen Gebäude in der Kreisstadt unterhält.

Raumnot, veraltete Technik, die Folgen von Baupfusch: Allein an der Theodor-Heuss-Schule in Thesdorf soll sich der Sanierungsstau auf zirka sechs Millionen Euro belaufen. Um die Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental fit für die Zukunft zu machen, muss die Stadt voraussichtlich sieben Millionen Euro in die Hand nehmen. Auch die Modernisierung der Johannes-Brahms-Schule, die kürzlich wegen eines gesperrten Eingangsbereichs für Schlagzeilen sorgte, dürfte mehrere Millionen Euro verschlingen.

Der 30-Millionen-Euro-Schock – in der Politik macht die erschreckende Botschaft längst die Runde. Kein Wunder, schließlich sind die betroffenen Schulleiter bereits über notwendige Investitionen an ihren Bildungseinrichtungen informiert worden. Beim Kommunalen Servicebetrieb wollte man die Gesamtsumme gestern noch nicht bestätigen. Es sei Vertraulichkeit vereinbart worden. An der Heuss-Schule, die im Sommer wegen Baupfuschs für Schlagzeilen sorgte, wächst angesichts der Situation der Unmut. Unserer Zeitung liegen 30 Protestbriefe von wütenden Schülern des Gymnasiums vor. Sie fordern die Politik zum zügigen Handeln auf.

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