zur Navigation springen

CDU in Tornesch : Demo gegen die Schließung der Polizeistation

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am 9. Mai soll in Tornesch protestiert werden. Die Schilder sind gedruckt, die Flyer werden in Umlauf gebracht.

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2015 | 15:30 Uhr

Tornesch | Bald kann protestiert werden. Die CDU Tornesch will sich mit der bevorstehenden Schließung der Polizeistation in Tornesch nicht abfinden. Die Wache soll wie berichtet nach den Plänen der zuständigen Polizeidirektion Bad Segeberg mit der Polizeistation in Uetersen zusammengelegt werden. Der CDU-Vorsitzende Reinhard Nürnberg ruft deshalb zur Demonstration für Sonnabend, 9. Mai, auf. Ab 10.45 Uhr treffen sich die Demonstranten auf dem Bahnhofsvorplatz. Von dort aus geht es um 11 Uhr zur Wache.

„Uns geht es um ein Stimmungsbarometer in der Bevölkerung“, sagt Nürnberg. „Ob sie bereit sind, für ihre Polizei zu kämpfen.“ Er kann nicht verstehen, warum Wirtschaftlichkeit wichtiger sein soll als die Sicherheit. Nürnberg: „Das ist eine Ersparnis auf Kosten der Bürger.“ Die Polizeidirektionhatte angegeben, durch die Zusammenlegung Kosten sparen zu wollen. „Tornesch ist eine der wenigen Städte in Schleswig-Holstein, die noch wächst“, fügt CDU-Ratsherr Friedrich Meyer-Hildebrand hinzu. Das Versorgungsgebiet sei für eine Wache viel zu groß – da sind sich beide einig. Nürnberg war selbst 40 Jahre lang als Polizist in Hamburg tätig. Dort habe man nach der Zusammenlegung ebenfalls festgestellt, dass die Anfahrtswege zu lang sind. „Das Einsatzgebiet umfasst Uetersen, Tornesch, Heidgraben, Klein Nordende, Moorrege, Haselau und Haseldorf“, fährt Nürnberg fort. „Dort leben 50.000 Menschen. Ich weiß nicht, wie eine Dienststelle da für Sicherheit sorgen will.“ Zudem sei der jetzige Standort der Wache in Uetersen schon nicht zentral genug – für Tornesch erst recht nicht. Als Brennpunkte benennt er den Bahnhof und das Autobahngebiet. Die Anfahrt würde zu lange dauern.

Beide glauben, dass nach der Zusammenlegung weitere Stellen gestrichen werden. „Wir trauen dem Ganzen nicht“, sagt Meyer-Hildebrand. Die jetzige Wache sei fußläufig erreichbar. „Das ist eine ideale Lage, die aufgegeben werden soll. Das ist ein Rückschritt und inakzeptabel“, befindet Nürnberg. „Wenn da ein Einbruch passiert, hat der Glaser schon die Scheiben repariert, bevor die Polizei eintrifft.“

Die CDU-Politiker hoffen, dass die Polizeidirektion einlenkt und ihre Pläne ändert. Dafür soll nun ordentlich Druck gemacht werden. Parteiliche Interessen seien da zweitrangig. „Wir sehen das überparteilich“, erklärt Nürnberg. „Es geht uns um die Bürger.“ Die SPD unterstützt die Demo nicht. „Ich würde nicht hingehen“, sagt Manfred Mörker. Nach Angaben des Vorsitzenden setzen sich die Sozialdemokraten für einen Standort im Tornescher Rathaus ein. Die FDP war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen