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Blackout in Pinneberg : Defekte Muffe war schuld am Stromausfall

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Schaden auf dem Gelände des A. Beig Verlags ist wieder behoben.

shz.de von
erstellt am 06.Mär.2015 | 14:00 Uhr

Pinneberg | Plötzlich ging das Licht aus: Während die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Sport und Jugend am Mittwochabend im Rathaus über ein neues Beleuchtungskonzept für die Stadtbücherei debattierten, saßen die Besucher gegen 19.28 Uhr im Dunkeln – ein Teil der Beleuchtung fiel aus. Keiner hatte eine Erklärung dafür.

Doch nicht nur das Rathaus war betroffen, sondern ganz Pinneberg-Mitte: Laut Angaben der Stadtwerke waren bis zu 800 Haushalte ohne Strom. Außer dem Rathaus waren zudem Rathauspassage, Kreissparkasse, Finanzamt, Penny sowie das Gebäude des A. Beig-Verlags samt Druckerei ohne Elektrizität. Auf dem Verlagsgelände war auch die Ursache des Blackouts zu finden. „Eine defekte Muffe in der Kabelverbindung“, erläuterte Andreas Hoppe, Netzmeister bei den Stadtwerken Pinneberg gestern. Grund für deren Versagen sei eine Materialermüdung, altersbedingter Verschleiß, gewesen. „Ein Fremdverschulden lag nicht vor“, betone Hoppe. Im Laufe des gestrigen Tages rissen Tiefbauarbeiter auf dem Gelände des A. Beig-Verlags den Asphalt auf, um zu der kaputten Muffe unter der Erde zu gelangen. Anschließend tauschten Monteure einer Pinneberger Firma diese aus. Die Stromversorgung war zu diesem Zeitpunkt allerdings längst wieder hergestellt. „Die letzten Haushalte hatten nach zwei Stunden wieder Strom, den wir aus anderen Leitungen umgeleitet haben“, so Hoppe weiter.

Im benachbarten Penny-Markt an der Friedrich-Ebert-Straße schlossen die Türen statt um 22 Uhr infolge des Stromausfalls früher. Laut einer Mitarbeiterin sei es aber gelungen, die Kühlkette aufrecht zu erhalten, Lebensmittel habe man nicht entsorgen müssen. Katrin Meyer, Sprecherin der hiesigen Penny-Regionalgesellschaft mit Sitz in Norderstedt, bestätigte das: „Wir haben ein System, das die Temperaturen der einzelnen Warenbereiche dokumentiert. Daraus ging hervor, dass diese nach dem Stromausfall nicht überschritten wurden“, so Meyer. Grundsätzlich seien die Anlagen so ausgelegt, dass diese die Temperaturen im Falle eines Stromausfalls bis zu vier Stunden lang aufrecht erhalten können.

Darüber hinaus fielen im Bereich des Stromausfalls auch die Ampelanlagen aus – allerdings ohne Folgen. Laut Polizeidirektion Bad Segeberg habe es keinerlei Unfälle gegeben, die direkt darauf zurückzuführen seien. Dabei hatte es nur wenige Minuten zuvor in Pinneberg-Mitte gescheppert: Gegen 19.25 Uhr war ein 29-Jähriger mit seinem Pkw an der Ampelkreuzung Friedrich-Ebert-Straße/Damm ins Heck eines auf Grün wartenden Fahrzeuges gerast, das dadurch wiederum auf einen dritten Pkw geschoben wurde – der klassische Domino-Effekt. Der Fahrer des mittleren Fahrzeugs wurde dabei leicht verletzt. Sachschaden: etwa 9000 Euro.

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