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Pinneberger Tageblatt

20. August 2017 | 11:44 Uhr

Hasloh : Debatte um Nachtragshaushalt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Investition für die Schulsanierung sieht eine Kreditaufnahme von 4,2 Millionen Euro vor.

Hasloh | In einer gemeinsamen Sitzung des Hasloher Finanz- und des Bau- und Wegeausschusses am Mittwoch, 4. November, stehen einmal mehr die Kosten für die Sanierung der Peter-Lunding-Schule auf der Tagesordnung. Wie von der Verwaltung angekündigt, liegt inzwischen die Kostenberechnung für die Ertüchtigung des Bestandsgebäudes vor. Die Summe liegt bei 4,2 Millionen Euro – und ist damit nahezu identisch mit den Berechnungen, die bereits im März vorgelegt worden waren.

Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, muss die Gemeinde in den kommenden drei Jahren Kredite in unterschiedlichen Höhen aufnehmen. Die von der Verwaltungsgemeinschaft ausgearbeitete Beschlussvorlage geht für 2016 von 750.000 Euro für den Verbindungsbau aus. 2017 folgen zwei Millionen, mit denen der Westflügel, der Mittelteil und ein Teil des Ostflügels saniert werden sollen. 2018 schließlich sollen mit weiteren 1,5 Millionen Euro die Kosten für den Umbau des Ostflügels sowie die Schlussrechnungen beglichen werden. Stimmen die Ausschüsse und später die Gemeindevertreter diesen Plänen zu, wird dies als Nachtragshaushalt der Kommunalaufsicht vorgelegt, die ebenfalls ihre Zustimmung geben muss.

„Durch die Kreditaufnahme kommen auf die Gemeinde Hasloh zusätzliche Zins- und Tilgungsleistugen zu“, stellt die Beschlussvorlage klar. Dabei sei darauf zu achten, dass der Tilgungszeitraum des Kredits den Abschreibungszeitraum der Schule nicht überschreite. „Durch die Sanierung verlängert sich die Nutzungsdauer – und damit auch der Abschreibungszeitraum – um zirka 30 Jahre“, heißt es weiter. Damit sei das Gebäude im Jahr 2062 abgeschrieben, und bis dahin muss auch der Kredit abgezahlt sein.

Was dies in Zahlen bedeutet, hat die Verwaltung ebenfalls berechnet: 2016 würden aus der ersten Kreditaufnahme 8250 Euro fällig, ein Jahr später seien es 38.500 Euro. Ab 2018 würden 45 Jahre lang 93.500 Euro fällig – die den Finanzplan zusätzlich belasten. Darüber hinaus müsse der Werteverlust – die sogenannte Abschreibung – in Höhe von jährlich 90.500 Euro ebenfalls kompensiert werden. Damit steigt die jährliche Mehrbelastung auf etwa 185.000 Euro.

„Hier fehlen der Gemeinde liquide Mittel“, heißt es weiter in der Vorlage der Verwaltung. Denn die Haushalte der kommenden Jahre sind durchweg defizitär. Als einzige Lösungsmöglichkeit wird vorgeschlagen, Kassenkredite zur Tilgung und auch zur Deckung der Kosten aus der laufenden Verwaltungstätigkeit heranzuziehen. Die Debatte der Ausschüsse im Hasloher Dörphus, Garstedter Weg 16  a, beginnt um 19.30 Uhr. Die Sitzung ist öffentlich.

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erstellt am 29.Okt.2015 | 10:00 Uhr

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