Das Ziel: 400 Kuchen backen

Herma Claussen engagiert sich seit Jahren in Appen.
Herma Claussen engagiert sich seit Jahren in Appen.

Die 66-jährige Herma Claussen organisiert mit Hilfe von Landfrauen und anderen Bürgern ein riesiges Büfett für den Familientag

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17. August 2019, 16:00 Uhr

Appen | Wenn Herma Claussen aktiv wird, dann geht es meist um die Schlacht am kalten Büfett. Vor 20 Jahren sei sie, wie sie sagt, „da so reingerutscht“, seitdem organisiert sie für Appener Veranstaltungen Kuchenbüfett. Für den am Sonntag, 8. September, geplanten Familientag vom Spielmannszug, dem Kreisjugendring Pinneberg und dem A. Beig-Verlag, hat sie sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt hat. Claussen möchte 400 Kuchen sammeln und verkaufen.

Die 66-jährige Rentnerin und ihr Ehemann leben in einer Hausgemeinschaft mit ihrer verheirateten Tochter und deren zwei Kindern in Appens Gärtnerstraße nur einen Steinwurf von ihrem Geburtshaus entfernt. Für ihre ehrenamtliche Aufgabe braucht Claussen natürlich viele helfende Hände. Die Kuchen werden, so die Erfahrung von vergangenen Veranstaltungen, von den Bürgern des Ortes gespendet. Claussens Aufruf: „Allein von den Landfrauen aus Appen und weiteren drei Gemeinden wurden mir bereits 100 Kuchen zugesagt. Aber wer gern zum Büfett beitragen möchte, kann sich weiterhin bei mir unter Telefon (0 41 01) 20 05 42 melden. Noch ist jede Kuchenspende willkommen, damit wir die 400 auch schaffen.“

Vieles an Ausstattung muss ebenfalls organisiert werden. Um sicherzustellen, dass für Sahnekuchen die Kühlkette nicht unterbrochen wird, musste schon ein Kühlwagen beschafft werden. Auch andere Hygienevorschriften müssen beachtet werden – beispielsweise ein Spuckschutz für den Ausgabetresen, den sich Claussen als engagiertes Mitglied vom DRK-Ortsverein ausleiht. Vom Schäferhof, auf dem sie ebenfalls ehrenamtlich tätig ist, wurden ihr 20 Tisch- und Bänke-Sets zugesagt. Wie man das alles hinbekommt, erklärt Claussen mit wenigen Worten: „Man muss einfach viele Leute kennen.“

Den Beitrag, am Büfett eine gute CO2-Bilanz zu haben, beschreibt Claussen so: „Sahne hatten wir bislang aus kleinen Behältern, den Zucker gab es in Tütchen. Das alles fällt jetzt genauso weg, wie das Einwegplastikgeschirr.“ Das heißt, dass Claussen und ihre Helfer reichlich Geschirr direkt vor Ort mit der Hand abspülen müssen. Trotzdem bleibt ihr Wunsch, dass bei gutem Wetter Anfang September möglichst viele Besucher den Weg zum TuS-Gelände in Appen finden.

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