Tornesch : Das Weihnachtsmärchen für 2015 ist gestrichen

Hanfried Kimstädt (v. l.), Christiane Vennemann, Achim Retzow und Martin Burmeister wünschen sich mehr Nachwuchs – sowohl im Verein als auch im Publikum der Veranstaltungen.
Hanfried Kimstädt (v. l.), Christiane Vennemann, Achim Retzow und Martin Burmeister wünschen sich mehr Nachwuchs – sowohl im Verein als auch im Publikum der Veranstaltungen.

Der Verein Tornescher Allerlei stellt sein Programm vor. Ärger über Gema-Forderung.

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18. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Tornesch | „Der Poetry Slam macht uns den Schnitt kaputt und zieht das Durchschnittsalter ziemlich nach unten“, sagte Hanfried Kimstädt, Vorsitzender des multikulturellen Vereins Tornescher Allerlei (ToAll). Trotzdem oder gerade deshalb fand die Veranstaltung zum dritten Mal den Weg in den Veranstaltungsplan. Am 9. Mai  2015 werden ab 20 Uhr Slammer aus Hamburg, Tornesch und Dresden antreten. Anmeldungen sind noch möglich, um das Triple des zweifachen Gewinners Fabian Navarro zu verhindern.

„Das Publikum in der Altersgruppe zwischen 25 und 35 Jahren ist schwer zu erreichen“, bilanzierte Beisitzer Martin Burmeister. Daher habe der Verein einige Klassiker im Programm, die das – zumeist ältere Stammpublikum ansprechen – aber auch Experimente, um neue Besucher zu erreichen. „Wie überall fehlt uns der Nachwuchs“, stellte Kimstädt fest und ergänzte: „Sowohl im Verein als auch im Publikum.“ Dabei haben Kinder und Jugendliche generell freien Eintritt.

Die traditionelle Weihnachtsgeschichte, die sich vor allem an die Tornescher Kindergärten richtet, wurde für 2015 gestrichen. „Wir haben in diesem Jahr ein Minus von 460 Euro gemacht“, so Kimstädt. Diese Ausgaben wolle der Verein für das kommende Jahr einsparen. Erfreulich für den Verein sei, dass die erste Veranstaltung am 25. Januar bereits ausverkauft sei. Zum 255. Geburtstag des schottischen Nationaldichters Robert Burns findet das Konter „Burns-Supper“ statt. Auch die wohl beliebteste Veranstaltung des Vereins hat ihren Ursprung in Großbritannien: Der St. Patrick’s Day. Anlässlich des irischen Feiertags soll sich das Pomm 91 am 21. März ab 20 Uhr wieder in einen Irish Pub verwandeln. Allerdings wohl ohne Tanzfläche. „Ich bin nicht bereit, 200 Euro fürs Tanzen zu zahlen, damit sich die Gema einen Palast bauen kann“, sagte Kimstädt. Der Stimmung solle dies keinen Abbruch tun. Seine Premiere im Pomm 91 feiert am 25. April um 20 Uhr das Duo „Kriminaltango“.

Christiane Vennemann, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, ist zufrieden: „Ich denke, der Mix ist gut gelungen.“

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