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Die Medienmacher von Morgen : Das war der 17. Jugendpressefrühling

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mehr als 70 Teilnehmer waren beim 17. Jugendpressefrühling mit dabei. Das Treffen ist das größte Jugendmedienseminar Norddeutschlands.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2016 | 10:00 Uhr

Bad Segeberg | Sie schreiben Zeitungs- oder Magazinartikel, lernen den professionellen Umgang mit der Kamera und moderieren eigene Radiosendungen: Etwa 70 junge Medienschaffende haben sich während des 17. Jugendpressefrühlings in Bad Segeberg getroffen, um eigene Beiträge zu produzieren. Gestern endete das größte ehrenamtlich organisierte Jugendmedienseminar Norddeutschlands mit der Abschlusspräsentation aller Ergebnisse.

Während der viertägigen Veranstaltung in der Jugendakademie Bad Segeberg betreuten erfahrene Teamer die Medienbegeisterten in neun unterschiedlichen Redaktionen. Die Teilnehmer im Alter von 13 bis 27 Jahren wurden in jeder Redaktion von zwei oder drei Teamern angeleitet, die früher selbst an dem Seminar teilgenommen haben und sich mittlerweile professionell mit Medien beschäftigen. Die Nachwuchsredakteure konnten wählen, ob sie sich mit Pressefotografie, Videopodcast, Film oder dem Internet beschäftigen. Das Projekt wurde von Workshops, etwa zum Thema Bildkomposition und Ideenfindung, begleitet.

Der diesjährige Jugendpressefrühling stand unter der Schirmherrschaft von Landrat Oliver Stolz (Kreis Pinneberg), und wurde durch Sponsoren wie der Sparkasse Südholstein, dem Hanse Werk sowie der Medienstiftung Schleswig-Holstein unterstützt. Kooperationspartner ist der Landesbeauftragte für politische Bildung. Die Planung der Hauptorganisatoren Nicole Förster und René Schaar begann vor beinahe einem Jahr, die Teamer gingen an die ersten Vorbereitungen etwa neun Monate vor der Veranstaltung. „Die Teilnehmer haben die Chance, Equipment auszuprobieren, mit dem Profis im Berufsalltag arbeiten“, beschreibt Schaar. Dabei gehöre der Jugendpressefrühling mittlerweile auch zur Berufsqualifikation.

Für einen Kurzfilm schreiben Teilnehmer ein Drehbuch.
Für einen Kurzfilm schreiben Teilnehmer ein Drehbuch. Foto: Jan Philip Ernsting
 

Auf Augenhöhe werde Medienkompetenz gefördert und ein geschützter Raum geboten, um sich ausprobieren zu können. „Produziert man Medien selbst, kann man wirklich verstehen, wie sie funktionieren“, erklärte der Organisator, der 2007 das erste Mal als Teilnehmer mitwirkte. Um das theoretische Wissen in die Praxis einzubringen, besuchten Gäste wie Guido Horn und zwei Musiker der Band „This Is A Journey“ die Jugendakademie in Bad Segeberg, um Interviews zu geben.

Während des gesamten Seminars stehe laut Schaar jedoch der Spaß im Vordergrund: „Es ist wie ein Disneyland der Jugendpresse“. So wurde eine Party zum Motto „Medienschiff“, ein Redaktionsduell und ein Mitternachtsgrillen organisiert, um die Gruppendynamik zu stärken. Außerdem ergebe sich für die Jugendlichen so die Möglichkeit, auf Menschen mit ähnlichen Interessen zu treffen und bereits erste Kontakte in der Medienbranche zu knüpfen. Sofia Westholt aus der Radioredaktion zeigt sich begeistert: „Ich finde die Mischung aus Lernen und Ausprobieren sehr hilfreich, um zu begreifen, was mich wirklich interessiert.

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