Tornesch : Das Torneum ist offiziell eröffnet

Sie eröffneten das Torneum: Detlev Brüggemann (v. l.), stellvertretender Vorsitzender des Kreissportbundes, Carsten Richter, Vorsitender des FC Union Tornesch, Innen- und Sportminister Stefan Studt und Torneschs Bürgermeister Roland Krügel.
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Sie eröffneten das Torneum: Detlev Brüggemann (v. l.), stellvertretender Vorsitzender des Kreissportbundes, Carsten Richter, Vorsitender des FC Union Tornesch, Innen- und Sportminister Stefan Studt und Torneschs Bürgermeister Roland Krügel.

Das Projekt soll sich selbst finanzieren. Bürgermeister Krügel weist Kritik an erhöhten Gesamtkosten zurück.

shz.de von
26. Januar 2015, 12:00 Uhr

Tornesch | Die Hauptattraktion der Sportanlage Torneum versank bei der offiziellen Eröffnung am Sonnabend im Schnee: die beiden Kunstrasenplätze und der Naturrasenplatz, die zukünftig die Heimat der 550 kickenden Vereinsmitglieder sein werden. „Die ganze Anlage anzusehen wird heute wegen des Schneefalls schwer“, sagte Torneschs Bürgermeister Roland Krügel (CDU) bei der Feierstunde in der ebenfalls neu errichteten Soccerhalle.

6,7 Millionen waren für das Projekt veranschlagt worden. Alleine 2,8 Millionen Euro kosteten die Tiefbauarbeiten, die der FC Union Tornesch übernahm. Die Kosten sollen allerdings 910.000 Euro über dem geplanten Budget liegen, wofür die Stadt zusätzliche Kredite aufnehmen muss. Doch darüber wollte das Stadtoberhaupt Sonnabend nicht sprechen: „Anlässlich des schönen Tages will ich nicht auf diesen Punkt eingehen.“ Allerdings betonte er: „Es hat mehr gekostet, aber wir haben auch mehr bekommen.“ Eine Spitze in Richtung von Klaus Bremer, der als Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion das Bauprojekt als „finanzielles Desaster“ bezeichnet hatte, konnte sich Torneschs Bürgermeister nicht verkneifen: „Ich hätte unglaublich gerne Klaus Bremer begrüßt, damit er seine kritische Haltung ablegt, wenn er die Anlage mit eigenen Augen sieht.“ Ziel sei es, dass sich das Projekt selbst trage. Das hofft auch Projektleiter Frank Mettal, der das „Torneum“ als Geschäftsführer leitet. Im Winter wolle man die gleiche Auslastung erreichen, wie andere Soccerhallen. Wie hoch muss diese sein, damit sich das Projekt trägt? „Die Zahlen habe ich aus dem Stehgreif nicht zur Hand“, sagte Mettal im Gespräch mit dieser Zeitung.

„Ich wünsche Ihnen, dass die geplanten Einnahmen realisiert werden können“, sagte Innen- und Sportminister Stefan Studt (SPD), der wegen des Schneechaos mit 55 Minuten Verspätung in Tornesch eingetroffen war. Er sehe in dem Torneum „einen Gewinn für die gesamte Region“, denn das Sportangebot sei auch ein wichtiger Standortfaktor für den Zuzug junger Familien. „Wenn ich meine Söhne mitgebracht hätte, hätten die gesagt: Hör´ auf zu reden und lass´ uns Sport machen“, so Studt beim Blick durch die 45 mal 30 Meter große Soccerhalle.

„Bei uns war es nicht nur ein Wunsch nach einer neuen Sportanlage, sondern es bestand auch der Bedarf“, betonte Carsten Richter, Vorsitzender des FC Union Tornesch. Vor 20 Jahren seien sechs Jugendteams aktiv gewesen. Heute seien es 22. „Die Lage ist nicht so zentral wie die alte Sportstätte, aber die Möglichkeiten sind immens“, so Richter. Durch die Verbindung von Senioren- und Jugendmannschaften sei nun ein Vereinsleben möglich, wie er es sich vorstelle.

Nach dem offiziellen Teil wurde in der neuen Sportsbar gefeiert, die von Sven Szaguhn, Betreiber des Tower-Restaurants am Flugplatz Uetersen-Heist, geführt wird.

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