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Das Schmuckstück ist frisch saniert : Das Stadtmuseum in Pinneberg erstrahlt in neuem Glanz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

65.218 Euro für neue Fenster, Büroräume ins Erdgeschoss verlegt und Rollstuhlfahrern wird Eintritt endlich ermöglicht.

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erstellt am 02.Jun.2016 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Die neuen Räume sind hell, die frische Farbe strahlt noch weiß und durch die neuen Fenster zieht es nicht mehr. Im Stadtmuseum Pinneberg tut sich einiges. „Eigentlich fing alles 2013 damit an, dass das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wurde. Dadurch wurde das Haus sehr gründlich in Augenschein genommen“, sagte Museumsleiterin Ina Duggen-Below bei der Vorstellung der Umbaumaßnahmen.

Außer der Sanierung der Fenster, der Berücksichtigung des Brandschutzes und dem Umzug des Büros aus dem Dachgeschoss in das Erdgeschoss stand auch der barrierefreie Zugang der Einrichtung auf der Maßnahmenliste. „Endlich“, kommentierte Duggen-Below die erstmal provisorische Rampe, die Besuchern mit Rollstuhl oder Rollator den Eintritt in das Erdgeschoss des Museums ermöglicht.

Der Eingang mit der Rampe befindet sich auf der rechten Seite des Gebäudes. „Wir haben eine Klingel angebracht, mit der die Aufsicht gerufen wird, um den Besucher zu unterstützen“, sagte Duggen-Below. „Es handelt sich um ein Provisorium, da wir uns in der haushaltslosen Zeit befinden“, ergänzte Jutta Luther vom Kommunalen Servicebetrieb Pinneberg (KSP). Langfristig solle das Niveau zwischen Gebäude und Parkplatz angeglichen werden.

Als langen Weg bezeichnet Luther die Sanierung der Fenster des historischen Gebäudes. „Wir haben diese saniert, außerdem haben sie einen Anstrich erhalten“, so die KSP-Mitarbeiterin. Die Einfachverglasung wurde erhalten. Außerdem wurde eine zusätzliche Dichtung eingearbeitet. „Das ist energetisch nicht der Hammer“, kommentierte Reinhard Matthies (SPD). „Die Sanierung wäre sonst nicht gefördert worden“, entgegnete Kai Perner aus der Verwaltung.

Gelder aus Denkmalfonds

Mit insgesamt 65.218 Euro schlagen die Arbeiten rund um die Fenster zu Buche. 4000 Euro davon wurden durch den Denkmalfonds Schleswig-Holstein, 6000 Euro vom Landesamt für Denkmalpflege übernommen. Im Gebäude ist bereits ein Unterschied zu merken. „Es zieht nicht mehr und es regnet nicht mehr rein“, sagt Duggen-Below.

Durch die Umstrukturierung der Räume konnte nun ein Archivraum eingerichtet werden. In den Regalen stehen Bücher rund um Pinneberg und Umgebung. „Besucher können nach vorheriger Anmeldung hier recherchieren“, so Duggen-Below.

„Alle haben dazu beigetragen, dass dieses Schmuckstück so werden konnte, wie es sollte“, sagte Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) beim Rundgang mit Politik, Verwaltung, Kommunalem Servicebetrieb und der Museumsleiterin. Auch die Politik lobte die Sanierung. „Wir sind immer froh, wenn so eine Maßnahme gut gelungen ist“, sagte Matthis. CDU-Ratsherr Jürgen Jacob blickte zurück: „Das letzte Mal, als wir hier waren, hatte ich noch Bedenken, ob das klappt. Und nun ist es fantastisch.“

Auch in der Zukunft wird sich in dem Gebäude noch einiges tun: Im Dachgeschoss, in dem durch den Umzug der Büroräume Platz frei geworden ist, sollen nun Lagerräume geschaffen werden, um die Schätze des Museums sicher zu verwahren. Außerdem wird nach den Sommerferien ein FSJler seinen Dienst aufnehmen.

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