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Kreis Pinneberg : Das sind die Kulturpreisträger 2015

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nikola Anne Mehlhorn und Arne Lösekann sind die diesjährigen Preisträger. Jury-Sitzungen liefen diesmal ohne Eklat ab.

shz.de von
erstellt am 05.Jun.2015 | 16:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Die Autorin Nikola Anne Mehlhorn und der bildende Künstler Arne Lösekann sind die Träger des Pinneberger Kreiskulturpreises 2015. Dies gaben die Jury-Vorsitzende Stefanie Fricke und Kerstin Seyfert (CDU), Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport und ebenfalls Jury-Mitglied, bekannt.

Wichtig war Fricke und Seyfert aber auch, sich während der Vorstellung zur Arbeit der Jury in diesem Jahr zu äußern. Schließlich hatte diese in den vergangenen zwei Jahren für Aufsehen gesorgt. Unter anderem war im März 2014 die Fachjury geschlossen zurückgetreten, da die beteiligten Kulturschaffenden nicht damit einverstanden waren, dass künftig jede Kreistagsfraktion einen Vertreter als Jury-Mitglied benennen soll. „Dieses Jahr war die Arbeit der Jury sehr konstruktiv“, sagte Seyfert. Zwar habe es Diskussionen darüber gegeben, welche beiden der 13 Nominierten ausgezeichnet werden sollten, aber es habe diesmal keinen Streit über den Vergabeprozess an sich gegeben. Die Diskussion sei konstruktiv und offen gewesen, sagte Fricke.

Mit der Begründung, weshalb Mehlhorn und Lösekann aus den 13 Nominierungen, welche die Bürger des Kreises Pinneberg eingereicht hatten, für den Preis ausgesucht wurden, hielten sich sowohl Fricke als auch Seyfert gestern zurück. „Am 8. November wird in der Drostei die offizielle Preisvergabe stattfinden“, sagte Fricke. Dann sollten Laudatoren es übernehmen, die Besonderheit der beiden Künstler im Detail darzustellen.

 

Ein wenig verriet Fricke dennoch, womit Mehlhorn die Jury überzeugen konnte, den mit 5000 Euro dotierten Anerkennungspreis zu erhalten. „Wir haben festgestellt, dass Nikola Anne Mehlhorn nicht nur im Kreis Pinneberg lebt, arbeitet und schreibt, sondern dass sich auch die Menschen aus dem Kreis Pinneberg in ihren Romanen widerspiegeln“, sagte Fricke. Mehlhorn sei seit zehn Jahren die erste Preisträgerin der Sparte Literatur.

Über Lösekann sagte Seyfert, dass er die Jury mit der Vielfältigkeit seiner Arbeit überzeugt hat und damit, dass seine Arbeiten sich immer an Ort und Zeit ihrer Präsentation orientieren.

Dass der 37-jährige Förderpreisträger mit seinem Schaffen das kulturelle Leben des Kreises Pinneberg bereichere, sei auch keine Frage gewesen, schließlich habe seine erste Ausstellung im Jahr 2003 in seiner Heimatstadt Wedel stattgefunden. Und seitdem kamen weitere Ausstellungen im Kreis hinzu, zuletzt im vergangenen Jahr im Wedeler Reepschlägerhaus.

Die Vergaberichtlinien für den Kreiskulturpreis sind  2014 nach einem Streit über die Ehrung des Dirigenten Reinhard Petersen 2013 überarbeitet worden. Die Kritik an dieser Ehrung bestand darin, dass Petersen zwar seit einiger Zeit im Kreis Pinneberg lebte, dort jedoch nicht künstlerisch tätig war. In den aktuellen Vergaberichtlinien steht, dass ein Preisträger „mit seinem Wirken einen besonderen Beitrag zur Bereicherung des kulturellen Lebens im Kreis Pinneberg erbracht“ haben muss.
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