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Pro und Contra: : Das sagt die Politik zu den Überlegungen zu Flüchtlingsunterkünften in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

von
erstellt am 02.Mär.2015 | 13:51 Uhr

Pinneberg | Der Pinneberger Politik liegt das Konzept für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen und Obdachlosen seit dem Wochenende vor. Das Pinneberger Tageblatt hat die einzelnen Fraktionen nach ihrer Meinung dazu gefragt.

Andreas Meyer, Fraktionsvorsitzender der CDU, sagte: „Die Ernst-Paasch-Halle für Flüchtlinge zu nutzen, ist ein Vorschlag des Konzepts. Natürlich werden wir ihn besprechen. Es gibt auch andere Vorschläge. Die gucken wir uns auch an“, sagte er. In Bezug auf die Theaternutzung sagte er: „Die Spielzeit für das Theater ist abgelaufen. Jetzt müssen wir gucken, wie es weitergeht. Immer von einer Notlösung zur anderen, kann es auch nicht sein. Das ist keine Raketenwissenschaft.“
„Wir müssen das in der Fraktion im Detail besprechen. Die Flüchtlinge müssen irgendwo untergebracht werden. Die Verwaltung muss etwas unternehmen. Es kommt jedoch überraschend, denn parallel beschäftigen wir uns damit, wie die Ernst-Paasch-Halle kulturell genutzt werden kann“, so SPD-Sprecher Herbert Hoffmann.
Fraktionschef Werner Mende (FDP) sagte: „Grundsätzlich klingt das wie eine gute Lösung. Dafür spricht auch, dass die Kreisberufsschule die Aula als Spielstätte anbietet. Die Unterbringung von Asylbewerbern im alten DRK-Heim wäre auch eine Möglichkeit. Die Bürgermeisterin sagte, dass das nicht ginge. Das können wir nicht nachvollziehen. Außerdem würde an den Schulen der ein oder andere Container frei.“
Auch bei den Grünen & Unabhängigen wurde das Thema gestern in der Fraktion beraten: Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Joachim Dreher sagte: „Es ist positiv, dass die Verwaltung Alternativen aufzeigt. Das hatten wir immer wieder gefordert.“ Er könne sich aber nicht vorstellen, dass 45.000 Euro für die Ernst-Paasch-Halle veranschlagt worden seien, wenn womöglich nur ein paar Betten aufgestellt werden.
Die Bürgernahen haben Montagabend in der Fraktion über das Konzept ebenfalls beraten. Sie stehen der Nutzung der Ernst-Paasch-Halle für Flüchtlinge jedoch skeptisch gegenüber: „Das wird eine Massenunterbringung. Ich denke, dass die Fraktion dazu tendiert, den Vorschlag der Verwaltung abzulehnen. Wir sind mit den Kulturschaffenden über andere Konzepte im Gespräch“, gab Uwe Lange, Fraktionsvorsitzender der Bürgernahen, zu bedenken. Über alles andere in dem Konzept ließe sich reden.
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