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Pinneberger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 23:37 Uhr

Rellingen : Das Poco-Domäne-Areal ist verkauft

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hamburger Großunternehmer aus „gehobenem Nahrungsmittelbereich“ will neuen Firmensitz bauen. Schlesselmann: „Erhebliche Detailplanungen“.

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2015 | 17:30 Uhr

Rellingen | Was haben Samthandschuhe mit einem Großinvestor aus Hamburg zu tun? Viel, meint Eckhard Schlesselmann. Der stellvertretende Bürgermeister von Rellingen, CDU-Ratsherr und Vorsitzende des Bauausschusses, saß jüngst mit am Tisch, um mit dem „Großhandelsunternehmer aus dem gehobenen Nahrungsmittelbereich“ die weitere Detailplanung zur Bebauung des verwaisten Poco-Domäne-Areals an der Hans-Reumann-Straße zu vertiefen. Inkognito. Noch. Denn die Form der Bebauung ist laut Schlesselmann noch nicht abgeklärt. Niemand, besonders die Anwohner nicht, sollte „durch ungelegte Eier“ überrumpelt und vor den Kopf gestoßen werden.

Fakt ist: Die 11.500 Quadratmeter große Fläche ist verkauft, ein neuer Firmensitz geplant. Mehr als zwölf Millionen Euro sollen in den Neubau investiert werden. Der Schandfleck, wie das seit April leer stehende Areal des Möbeldiscounters im Volksmund beschimpft wird, dürfte bald verschwinden.

Bald. Das ist wohl ein relativ zu verstehender Terminus. Das weiß auch Schlesselmann. Während sich die Natur das „weite Feld“ zurückerobert, ausrangierte Busse dort zwischengeparkt sind, die Blechfassade vergilbt, ist ein planerischer Kraftakt von Seiten der Kommune erforderlich. Dazu gehören die Änderung des Flächennutzungsplans, Lärm- und Verkehrsgutachten, die Anhörung der Träger öffentlicher Belange (TÖB). Die Erfahrung lehrt: Das kann länger als ein Jahr dauern.

Schlesselmann bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass das Unternehmen den alten Baukörper schleifen lassen will. Auf einem Teil der Fläche soll ein Büro- und Logistikgebäude entstehen. Alle Mitarbeiter sollen von Hamburg nach Rellingen wechseln. Auch die Erschließung ist geregelt: Sie könnte von der Hans-Reumann- oder von der Industriestraße aus erfolgen.

Vielleicht auch neue Wohnungen

Was noch durchsickerte: Der Investor strebt auf einem wesentlich kleineren Teil des Areals den Bau von Wohnungen an. Um das realisieren zu können, dürften die Politiker noch mehrmals die Köpfe zusammenstecken. Doch der Blick auf die Details verrät: Das Areal gilt als Mischgebiet, Wohnraum und Gewerbe hätten durchaus ein gleichberechtigtes Nebeneinander.

Die Detailplanungen für das Großprojekt seien erheblich, bestätigt der Bürgermeister-Vize. Nichts werde überstürzt. Sicher sei: Publikums- und Lkw-Verkehr seien im Vergleich zum Vorgänger erheblich weniger. Es sei alles eine Frage des vertraulichen Umgangs miteinander, mit „einer interessanten Persönlichkeit und seinem interessanten Projekt“, so Schlesselmann. Alles eben mit Samthandschuhen.

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