Das Pinneberger Museum zeigt seine Ilo-Motoren online

Stolz präsentieren die ehrenamtlichen Mitglieder des Museums, Dirk Hilmer (links) und Christian Wirkus, die Sammlung.
Stolz präsentieren die ehrenamtlichen Mitglieder des Museums, Dirk Hilmer (links) und Christian Wirkus, die Sammlung.

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28. Juni 2018, 13:44 Uhr

Das Pinneberg Museum ist nun auch digital unterwegs und präsentiert seine Ilo-Motoren-Sammlung im neuen Online-Archiv. In Zusammenarbeit mit dem Verbund Digi-Cult hat das Museum die umfangreiche Ilo-Motorenwerk-Sammlung für die Öffentlichkeit im Internet verfügbar gemacht. Das Archiv dient nun als schnell erreichbares Nachschlagewerk für alle Technik-Interessierten und Ilo-Nostalgiker.

Die Ilo-Motorenwerke waren fast 80 Jahre lang in Pinneberg angesiedelt. Der Betrieb war mit zeitweise bis zu 1600 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Region, denn Ilo war eines der führenden Unternehmen im Zweitaktmotorbau. 1990 endete mit der Schließung ein wesentliches Kapitel Pinneberger Industriegeschichte.

Die stolze Sammlung des Museums beherbergt 105  Motoren und bei der Planung für das Online-Archiv stand vor allem die langfristige Datensicherung im Vordergrund. Dabei hilft nun ein extern gesicherter Speicher. „Wir müssen dringend nötigen Objekt-Schutz betreiben. Mit der Zeit verschwinden immer wieder wertvolle Schriften und Aufzeichnungen. Damit geht ein Teil Geschichte und wichtiges Fachwissen verloren“, sagte Ina Duggen-Below, die Leiterin des Museums.

Die beiden ehrenamtlichen Helfer, Dirk Hilmer und Christian Wirkus, haben die Informationen über drei Jahre mit fleißiger Recherche und Fachwissen zusammengetragen und digitalisiert. „Wir möchten das Portal nutzen, um allen Ilo-Fans eine Informationsquelle zu bieten. Auch für Menschen, die das erste Mal einen Ilo-Motor in der Hand halten. Wir freuen uns auf einen regen Austausch. Mit der Ilo-Geschichte treffen wir außerdem das Herz vieler Pinneberger, denn das Werk ist vielen positiv im Gedächtnis geblieben“, sagte Hilmer. Das Augenmerk der Archivierung liege in Zukunft auch auf Mineralien und Fotoserien, sagte Duggen-Below.


>www.museen-sh.de

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