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Stadtentwicklung in Pinneberg : Das Pinnau Center in neuen Händen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Investoren planen Wohnungen und Ladenfläche. An der Mühlenstraße wird ein Autohaus gebaut.

von
erstellt am 21.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Pinneberg | Die Stadt will den Westteil der Fußgängerzone in Pinneberg wieder beleben. Er soll durch die geplante Ebertpassage angebunden werden. Wann? Das steht in den Sternen. Auch wenn die Pläne erst einmal auf Eis liegen, jetzt kommt Unterstützung von den Brüdern Savas und Namik Ardic. Die beiden wollen kräftig in Pinneberg investieren und haben das Pinnau Center erworben. Das stand zum Verkauf: „Wir haben einen Preis abgegeben “, sagt Savas Ardic – und den Zuschlag bekommen.

Für ihr Projekt werden die beiden Brüder einen Nutzungsantrag stellen. Derzeit ist das Pinnau Center nur für Bürogebäude und Geschäfte vorgesehen. Das soll sich ändern: Oben entstehen laut den Plänen der Brüder Ardic 14 Wohnungen mit einer Größe von 70 bis 100 Quadratmetern sowie eine Arztpraxis und unten eine große Ladenfläche (800 Quadratmeter). Die Wohnungen sollen zum marktüblichen Preis vermietet werden.

„Das Gebäude bekommt eine neue Front mit bodentiefen Schaufenstern“, erläutert Savas Ardic. Auch von außen werde man die Veränderung des Pinnau Centers sehen können. Die Übergabe des Hauses an die beiden Brüder erfolgt am 31. Oktober. „Wir rechnen mit einem sechsmonatigen Umbau“, so Namik Ardic. Eine Million Euro nehmen die beiden Investoren in die Hand, um eine attraktive Immobilie zu schaffen.

Doch das ist erst die Spitze des Eisbergs: Savas und Namik Ardic, die in Kummerfeld an der Bundesstraße den Autohandel Yaana Automobile betreiben, bauen in Pinneberg an der Mühlenstraße ein Autohaus auf einem Areal mit einer Größe von 15.000 Quadratmetern. Von einer Investition in Höhe von fünf Millionen Euro ist die Rede.

Sie haben gleich vier Projekte am Laufen: Die Brüder Savas (r.) und Namik Ardic.
Sie haben gleich vier Projekte am Laufen: Die Brüder Savas (r.) und Namik Ardic. Foto: René Erdbrüger
 

Gestern sind bereits die Bagger angerollt. „Wir werden 500 bis 600 Fahrzeuge der Marken Audi, VW sowie andere Modelle im Bestand haben. Jahreswagen und Leasingrückläufe“, beschreibt Savas Ardic das Riesenprojekt. Auch eine Werkstatt umfasst das Projekt. „Mit elf Bühnen“, so Namik Ardic. „Es wird das größte freie Autohaus im Kreis Pinneberg.“ Ende dieses Jahres soll die Autohalle stehen. 20 bis 25 Mitarbeiter werden dort tätig sein. Der Umzug ist für Sommer 2018 geplant. Eigentlich wollten die beiden Geschäftsmänner in Kummerfeld bleiben, wo sie seit zehn Jahren ihren Autohandel betreiben. Doch sie haben nicht die Erlaubnis bekommen, dort zu bauen. „Kummerfeld verschenkt viel Gewerbesteuer an Pinneberg“, sagt Savas Ardic. Der Standort an der Bundesstraße wird geschlossen. Dafür wird es außer dem großen Autohaus an der Mühlenstraße noch eine Automobil-Zweigniederlassung in Prisdorf am Peiner Hag geben.

Darüber hinaus packen die Geschäftsleute noch ein viertes Projekt an: An der Koppelstraße in Pinneberg entsteht ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohneinheiten. Die Vorbereitungen laufen. Keine Frage: Die beiden Brüder sind motiviert. „Wir sind jung und wollen arbeiten“, sagt Savas Ardic und lacht. Er und sein Bruder haben ein Ziel: Leben in die Stadt bringen.

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