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Barrierefreiheit für Umwelterlebnisräume : Das Mobiltelefon soll Naturführer sein

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zahlreiche Orte unberührter Natur laden in der Region dazu ein, die Landschaft zu genießen und sich über die jeweilige Umwelt zu informieren. Viele von ihnen sind für Menschen mit Handycap jedoch nur schwer zugänglich...

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Die Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie, die den Schäferhof in Appen betreibt, geht derzeit den ersten Schritt, um die Natur im Kreis Pinneberg für alle erlebbar zu machen. Im Oktober sollen die Hinweistafeln an der Liether Kalkgrupe, am Wassererlebnispark Hetlingen, am Naturerlebnisraum Elbmarschenhaus in Haseldorf sowie am Schau- und Lehrgarten des Schäferhofs selbst, mit QR-Codes ergänzt werden. Werden die QR-Codes mit einem  Mobiltelefon abfotografiert, wird der Inhalt der Hinweistafeln auf einer Internetseite angezeigt, allerdings in „Einfacher Sprache“, die auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten geeignet ist.

„An all diesen Orten befinden sich bereits jetzt Informationstafeln. Aber die sind für Menschen mit Behinderung nicht zu verstehen“, sagte Rainer Adomat, Geschäftsführer der Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie, im Gespräch mit dieser Zeitung.  „So können Menschen mit Behinderung sich selbst informieren“, sagte Adomat.

In Zukunft soll noch mehr getan werden, um die Naturerlebnisräume im Kreis barrierefreier zu gestalten. Adomat berichtete, dass die Stiftung vor einiger Zeit  in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen  und gefördert von der Aktion Mensch untersucht habe, was unternommen werden müsste, um die Orte zugänglicher zu machen. „Natur ist schließlich für alle da“, sagte Adomat.

Zu den Veränderungsvorschlägen für die Naturerlebnisräume gehört, dass Wege, wenn es möglich ist, verbreitert werden. So können auch Rollstuhlfahrer die Ziele erreichen. Es soll auch mehr Sachen zum Anfassen geben, die auch blinde und sehbehinderten Menschen ermöglichen, sich mit den Themen auseinanderzusetzen. „Natürlich ist nicht alles überall umsetzbar“, sagte Adomat. Die Natur zu pflastern, um sie mit einem Rollstuhl befahrbar zu machen, sei nicht das Ziel.

Bis diese Ziele umgesetzt werden können dauere es. „Wir haben Fördermittel  beantragt“, sagte Adomat, jetzt warte er auf die  Bewilligung. Die QR-Codes habe die Stiftung jedoch vorher umsetzen wollen, mit  Mitteln des Landes und der Diakonie.

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