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Neue Parkstadt Pinneberg : Das legendäre Haus 3 ist verkauft

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinneberger Unternehmer Matthias Falkenberg expandiert auf dem ehemaligen Kasernengelände in der neuen Parkstadt.

von
erstellt am 28.Jul.2017 | 14:00 Uhr

Pinneberg | Vor ein paar Wochen hat die Ratsversammlung dem Deal bereits zugestimmt. Seit Mittwoch ist der Kaufvertrag unter Dach und Fach. In der Pinneberger Sozietät Poppe Rechtsanwälte, Steuerberater, Notare unterschrieben Heiz24-Chef Matthias Falkenberg und Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) das Papier. Jetzt ist es ganz offiziell: Matthias Falkenberg hat das sogenannte Haus 3, ein ehemaliges Zeughaus der Bundeswehr, gekauft. „Wir wollen innovatives und produktives Gewerbe etablieren“, sagte Matthias Falkenberg.

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die jetzt weitergehen soll: Angefangen hat der Jungunternehmer in Rellingen auf dem Dachboden eines Hauses. Da arbeitete er noch als Administrator. Schnell merkte er, dass er eine Marktlücke entdeckt hatte: Das Recyceln von Steuerungselementen für Heizungen. Ausgediente Relais und Steuerungselemente für Heizungsanlagen werden aufbereitet und dem Markt zurückgegeben.

Heiz24 hatte, als erstes Unternehmen überhaupt, bereits 2014 ein 5300 Quadratmeter großes Grundstück auf dem Areal der ehemaligen Eggerstedt-Kaserne gekauft. Das Geschäft läuft mittlerweile so gut, dass der Unternehmer jetzt expandiert. 200 Lieferungen gehen pro Tag raus. Hauptabsatzmarkt ist Europa, aber auch in den USA gibt es Kunden.

18 Mitarbeiter hat das Unternehmen, das auch Ausbildungsbetrieb ist. „Wir werden Haus 3 umbauen und auch als Lager für neue Teile nutzen“, berichtet Kay Falkenberg. Der Bruder ist auf Wunsch von Matthias Falkenberg in das Geschäft mit eingestiegen. Auf dem Dach von Haus 3 soll eine Solaranlage installiert werden.

Doch Heiz24 will nur einen Teil von Haus 3 nutzen und die anderen Flächen an andere Unternehmen vermieten. „Wir sind für innovative Ideen offen“, so Matthias Falkenberg. Doch das ist erst der Anfang: Direkt daneben soll auf einem mehr als 6700 Quadratmeter großen Grundstück die Zentrale einer IT-Firma gebaut werden. Dieses neu angesiedelte Hightech-Unternehmen ist mit speziellen elektronischen Baugruppen seit Jahren erfolgreich am Weltmarkt tätig und wird in der Parkstadt auch Forschung und Entwicklung betreiben. Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen haben bereits Grundstücke von der Stadt gekauft und werden dort Neubauten errichten: Vier-Sterne-Hotel, Akademie für soziale Dienstleistungsberufe, Schaumstoffpolsterei, Steuerberaterbüro, Softwareentwicklungsfirma, Low-Budget-Hotel mit Gastronomie. Es gibt Anfragen von weiteren Unternehmen aus der Kreislaufwirtschaft, Bauplanung und der Kreativbranche.

Unternehmer Matthias Falkenberg und Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) sind sich einig: In der Sozietät Poppe in Pinneberg haben beide den Kaufvertrag unterzeichnet.
Unternehmer Matthias Falkenberg und Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) sind sich einig: In der Sozietät Poppe in Pinneberg haben beide den Kaufvertrag unterzeichnet. Foto: René Erdbrügger
 

„In jeder Hinsicht ist die Parkstadt Eggerstedt bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte: Für die Eigenheimer, für die schon angesiedelten und kommenden Unternehmen und die Stadt selbst“, sagt Bürgermeisterin Urte Steinberg. Die Summe aller Investitionen in den Arealen für Gewerbe und Bildung werde sich auf etwa 100 Millionen Euro belaufen.

Finanziell springt für die Stadt auch eine Menge heraus: „Pinneberg wird nach derzeitigem Kenntnisstand durch den Verkauf aller Grundstücke einen Überschuss von mehr als zehn Millionen Euro erzielen“, sagte Wirtschaftsförderer Stefan Krappa. Hinzu kommen die Gewerbesteuern der angesiedelten Firmen, die derzeit nur geschätzt werden können. Die Stadt rechnet mit Gewerbesteuereinnahmen von bis zu einer Million Euro jährlich. Krappa: „Durch die Ausrichtung auf innovative Branchen mit Zukunftspotenzial besteht die Chance auf weiteres Wachstum der Unternehmen und ihrer Steuerkraft.“

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