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Johann-Comenius-Schule : Das lange Warten auf den Neubau

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Marode Pavillons: Auch an der Johann-Comenius-Schule gibt es akuten Sanierungsbedarf, seit Jahren sei dabei einiges falsch gelaufen, sagt Rektorin Uta Holst-Timm. Sie lobt allerdings den Kommunalen Servicebetrieb.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2013 | 12:00 Uhr

800 Schüler. 65 Lehrer. Die Johann-Comenius-Schule (JCS) ist ein wichtiger Baustein in Pinnebergs Bildungslandschaft. Die in Thesdorf herrschenden Lernbedingungen lassen dennoch zu Wünschen übrig. Rektorin Uta Holst-Timm hofft auf Besserung – und den von der Politik im Mai beschlossenen Neubau.

Uralte Fenster, undichte Türen und Wände, von denen der Schimmel gekratzt wird – so sieht es in den sechs Pavillons der JCS aus. In den 1990er Jahren als Provisorium errichtet, ist seit langem bekannt, dass die Billig-Häuschen nicht mehr zu retten sind. Trotzdem wird immer wieder Geld versenkt, um den Betrieb irgendwie am Laufen zu halten. Im Dezember 2012 war sogar bekannt geworden, dass das Trinkwasser an der JCS in einigen Räumen mit Blei verseucht ist. Ein Problem, das noch nicht gänzlich gelöst ist. Erst kürzlich seien erneut Messungen durchgeführt worden, so Holst-Timm.

Die Schulleiterin stellt klar: „Für modernen Unterricht, der auf Inklusion setzt, haben wir hier nicht genug Räume.“ Holst-Timm begrüßt, dass der Kommunale Servicebetrieb (KSP), der seit zwölf Monaten für städtische Gebäude zuständig ist, aktuell an einem umfassenden Sanierungskonzept arbeitet. „Ein sehr guter Ansatz, wir brauchen eine verlässliche Planung.“ In den vorangegangenen Jahren sei einiges falsch gelaufen. Oftmals sei nur dort saniert worden, wo am lautesten geschrien worden sei. Der Kommunale Servicebetrieb habe Altlasten aufzuarbeiten.

Holst-Timm verspürt keine Lust, Panik zu verbreiten. „Horror-Meldungen schädigen das Image des Schulstandorts“, sagt die 55-Jährige. Sie habe Hoffnung, dass ein Neubau mit acht Klassenräumen Aufnahme in den Sanierungsplan finde. Zudem würden ein Arztzimmer, ein Trainingsraum für Sozialpädagogen sowie Verwaltungszimmer benötigt. Der Sanierungsbedarf an der Johann-Comenius-Schule liegt voraussichtlich bei mehr als vier Millionen Euro.

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