Das Kleinkunstfestival in XXL

Die Veranstalter, Partnerund Sponsoren stellten gestern das umfangreiche Programm vor.
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Die Veranstalter, Partnerund Sponsoren stellten gestern das umfangreiche Programm vor.

Akrobatik in der City am 2. und 3. Juni / Stadtfest expandiert / Hauptsponsoren sind Sparkasse Südholstein und Pinneberger Tageblatt

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23. Mai 2018, 16:29 Uhr

Totgesagte leben länger, heißt es: Das Aus für das Kleinkunstfestival war wegen fehlender Sponsoren 2017 fast schon beschlossene Sache. Doch die Sparkasse Südholstein und das Pinneberger Tageblatt wollten das nicht so hinnehmen und setzten sich dafür ein, dass es auch im vorigen Jahr stattfand. Mit großem Erfolg. Jetzt wird am Sonnabend und Sonntag, 2.  und 3. Juni, schon das 16. Pinneberger Kleinkunstfestival in der City gefeiert – international, größer und mit noch mehr Sponsoren und Partnern als bisher.

„Das künstlerische Programm hat noch mehr Niveau gewonnen“, sagte gestern Citymanager Dirk Matthiessen während der Präsentation in den Räumen der Sparkasse Südholstein. Niels Janneck von der Hamburger Bergmanngruppe oblag es, diese These zu untermauern. Er und sein Team haben unter 90 Bewerbern die acht Topkünstler und -gruppen ausgewählt.

Topact sind The Funky Monkeys, die eine Mischung aus Zirkus und urbanem Tanz präsentieren. „Wenn man die Filme ‚Mad Max‘, ‚Terminator‘ und ‚Breakdance‘ miteinander kreuzt, hat man eine ungefähre Vorstellung von dieser Non-Stop-Action-Show von Robot“, beschreibt Janneck die Kunst des Australiers Sam Prest alias Robot.


Künstler spielen „auf Hutgage“

Zirkuskunst auf höchstem Niveau gibt es von Mantega (Kapverden), Cia Rampante aus Argentinien mit Partnerjonglage & Cyr Wheel, ist inspiriert von Fellinis Klassiker „La Strada“. Die akrobatische Bogenschützin Sara Twister verspricht schwarzen Humor, spektakuläre Jonglage und Artistik. Akrobatik auf dem Einrad gibt es von Circo Eguap aus Argentinien und
Salim Mumback zeigt artistische Zauberei mit Comedy. Der Eintritt beim Kleinkunstfestival ist frei, die Künstler spielen allerdings „auf Hut“. Der Publikumsliebling bekommt erstmals ein Preisgeld in Höhe von 500  Euro. Moderiert wird das Kleinkunstfestival wieder von Sir Julian, nachdem er im vergangenen Jahr eine Auszeit nahm.

Mehr Programm geht nicht? Und ob: Die gebürtige Pinnebergerin Annika Zimmermann zeigt den Besuchern der Rathauspassage am Sonnabend den neuen Trendsport „Hooptanz“, am Sonntag ist Dennis Schleussner aus Berlin, ein professioneller Jo-Jo-Spieler und Dice-Stacking-Meister, zu Gast. Viele werden ihn aus der Sendung „Wetten das...?“ kennen. Am Sonntag präsentieren die Gaukler des Kreisjugendrings Pinneberg auf der Drosteiwiese Kunststücke und Tricks mit Bällen, Keulen, Diabolos und Tellern. Jeder Besucher kann es einmal selbst ausprobieren. Die Skylights Junior-Cheerleaderinnen vom SC Rist Wedel geben kurze Showeinlagen und der Golfpark Weidenhof lädt dazu ein, seinen Abschlag zu üben.

„Es ist ein ziemlich knackiges Programm“, fasste es Matthiessen zusammen und wies darauf hin, dass die Geschäfte in der Pinneberger City während des Festivals am verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr öffnen, aber auch am Sonnabend viele Läden bis 16 beziehungsweise 18 Uhr geöffnet sind.

Etwa 40 000 Euro müssen aufgebracht werden, um das Kleinkunstfestival auf die Beine zu stellen. Da kommen die Partner und Sponsoren ins Spiel. Auch ein Kommunikationskonzept wurde erarbeitet: „Um eine stärkere Öffentlichkeit zu schaffen für Sponsoren und Partner“, sagte Marco Steinke, Leiter der Anzeigenabteilung des A.  Beig Verlags. „Wir haben mehr Öffentlichkeit in der Öffentlichkeit geschaffen, damit noch mehr Menschen zum Kleinkunstfestival kommen.“

Martin Deertz, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Südholstein, erinnerte noch einmal an die dramatische Situation 2017, als das Kleinkunstfest auf der Kippe stand und die Sparkasse Südholstein Engagement bewies. Er lobte das tolle erweiterte Programm in diesem Jahr.

Auf die große Bedeutung der Veranstaltung ging Andreas Grenz vom Vorstand des Pinneberger Stadtmarketingvereins ein: Er stellte die kulturelle Vielfalt und die Einheit der Partner heraus. Alle zögen an einem Strang. „Das Kleinkunstfest ist imageprägend“, lautete sein Fazit. Vor dem Fest ist übrigens nach dem Fest: Grenz blickt bereits dem 17. Kleinkunstfest optimistisch entgegen.

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