Dringender Handlungsbedarf : Das Kita-Dach der Pinneberger Lutherkirche ist marode

Das Dach der Kita im Blauen Kamp wird langsam undicht.
Das Dach der Kita im Blauen Kamp wird langsam undicht.

Die Pinneberger Einrichtung soll Fördermittel für eine Sanierung bekommen. Gemeinde bringt selbst 50. 000 Euro auf.

shz.de von
05. Juni 2018, 16:00 Uhr

Pinneberg | 131 Kinder gehen zurzeit in der Kita der Lutherkirche im Blauen Kamp ein und aus. 48 Jahre hat das Gebäude mittlerweile auf dem Buckel. Noch sind sichtbare Defizite nicht auszumachen, doch langsam aber sicher beginnt das Dach undicht zu werden. Laut Pastor Harald Schmidt von der Lutherkirche, die Träger der Kita ist, bestehe nun dringend Handlungsbedarf, um eine Ausbreitung des Schadens zu verringern. „Noch ist nur die obere Schicht des Daches angegriffen, darunter hält es noch dicht. Aber das soll ja auch möglichst so bleiben“, erklärte der Pastor während der Begehung der Kita im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Kinder und Senioren.

Warum gerade jetzt? Der Bund unterstützt von 2015 bis 2022 finanzschwache Kommunen mit dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz hinsichtlich der Sanierung der Schulinfrastruktur, frühkindlicher Bildungsstruktur oder Kindertageseinrichtungen. Das Land Schleswig-Holstein verfügt über 99,5 Millionen Euro. „Es wäre wirklich schade, wenn die Fördermittel verfallen würden“, sagte Schmidt. Das Geld sei in der Dachsanierung der Kita im Blauen Kamp gut angelegt.

Einigkeit im Ausschuss

Darin waren sich auch die Ausschussmitglieder einig. „Wir begrüßen den Antrag. Es ist Zeit, dass etwas getan wird“, führte Dieter Tietz (SPD) aus. Einzig die Erhöhung der ursprünglich veranschlagten Summe von 250.000 auf rund 371.000 Euro führte zu Diskussion. „Wie kommt denn diese extreme Steigerung zustande?“, fragte Bernd Hinrichs (CDU). Monika Brackert-Anders (SPD) mahnte an: „Ist denn gewährleistet, dass die Kosten in 2019 nicht noch weiter in die Höhe schnellen?“ Schmidt erklärte die Sachlage: „Es ist so, dass der Kirchengemeinderat das Bauprojekt angegangen ist, indem er in der kirchlichen Bauabteilung gefragt, mit welcher Summe ungefähr zu rechnen ist. Mit dieser Zahl X – in diesem Fall 250 000 Euro – sind wir dann an die Politik herangetreten und haben die grundsätzliche Zustimmung eingeholt.“ Der Planungsprozess sei dann erst richtig in Fahrt gekommen. „Ein Fachmann für Kostenschätzung wurde beauftragt, dabei summierte sich dann alles.“

Die Politiker konnten diesen Wandel nachvollziehen. „Ich hoffe sehr, dass das Finanzielle im Rahmen bleibt, aber das Dach muss dringend gemacht werden“, sagte die Ausschussvorsitzende Ulrike Bues (Grüne und Unabhängige). Die Kirchengemeinde wird selbst 50 000 Euro investieren. „Es sind Rücklagen, die wir angespart haben, um die Kita baulich zu unterhalten“, erklärte Schmidt.

Mit wie viel Geld die Dachsanierung vom Land gefördert wird, steht bislang noch nicht fest. Bis zum 30. Juni läuft noch die Bewerbunsgfrist für Sanierungsmaßnahmen.

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