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Bilanz der Pinneberger Feuerwehr : Das Jahr der brennenden Dächer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Insgesamt 427 Einsätze im Jahr 2013: Großfeuer in der City und auf dem Kasernen-Areal halten die Pinneberger Wehr in Atem

Sie sind da, wenn es brennt. Lassen alles stehen und liegen, um Menschen zu retten. Und begeben sich im Zweifel in Lebensgefahr. Ehrenamtlich. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr machen Pinneberg sicherer. Und 2013 gab es reichlich zu tun. Zwei Großfeuer, schwere Verkehrsunfälle und Sturmschäden – für unsere Zeitung zieht Wehrführer Uwe Kuhlmann Bilanz.

In Erinnerung wird Kuhlmann und seinen Kameraden der 10. März bleiben. Es ist 17.13 Uhr als der Notruf eingeht. Nur wenige Meter von der Hauptfeuerwache brennt der Dachstuhl eines Wohnhauses. Brandgeruch erfüllt die City. Der Feuerschein ist kilometerweit zu sehen. An diesem Abend werden 24 Menschen gerettet. Die Kollegen aus Halstenbek helfen. Der böige Wind stellt die Einsatzkräfte vor Probleme: „Eine sehr gefährliche Situation, das Feuer breitete sich rasant aus“, sagt Kai Halle, stellvertretender Wehrführer in Pinneberg. Es soll nicht das einzige Großfeuer 2013 bleiben. Am 13. Oktober, ebenfalls am frühen Abend, steht ein Offiziersheim auf dem Gelände der ehemaligen Eggerstedt-Kaserne in Flammen. Offenbar Brandstiftung. Zu retten ist das Gebäude nicht, Menschen kommen nicht zu schaden. Stundenlang bekämpfen Einsatzkräfte aus Pinneberg, Schenefeld und Appen das Feuer – zurück bleibt eine Ruine.

Insgesamt rückte die Pinneberger Wehr im Jahr 2013 zu 427 Einsätzen aus. Im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von rund 20 Prozent. 65 Menschen wurden gerettet. Sechs Tote waren zu beklagen. Allein 24 mal musste bei schweren Verkehrsunfällen geholfen werden. So auch am 26. Juli. An diesem Tag kommt ein Auto mit drei Insassen von der A23 ab. Aus dem auf dem Dach liegenden Fahrzeug müssen die Retter eine schwer verletzte Frau mit hydraulischem Gerät befreien.

Im Herbst stellen Stürme die Wehr vor Belastungsproben. Die Orkane „Xaver“ und „Christian“ lassen Kuhlmann und seinen Kameraden kaum Zeit zum Atmen. Insgesamt 65 Unwettereinsätze weist die von Pressewart Claus Köster zusammengestellte Statistik aus. Unter anderem müssen Passagiere einer in Thesdorf „gestrandeten“ Regionalbahn befreit werden.

Pinnebergs Feuerwehr hat aktuell 119 Mitglieder. Laut Kuhlmann sind sechs Neuzugänge zu vermelden. Er selbst wird seinen Job als Wehrführer nach 24 Jahren aufgeben. Im Juni will er die Geschäfte an einen Nachfolger übergeben. Claus Köster hat angekündigt, für das Amt zu kandidieren. Gewählt wird während der Jahreshauptversammlung, am Freitag, 31. Januar. Getagt wird ab 19.30 Uhr in den Räumen der Hauptfeurwache, Friedrich-Ebert-Straße 25.

 

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erstellt am 11.Jan.2014 | 16:02 Uhr

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