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Krupunder See : „Das ist menschenverachtend“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Emotionale Diskussion über Containerdorf für Asylbewerber.

Um des Flüchtlingsstroms aus Afghanistan, Iran und Syrien Herr zu werden, muss Halstenbek 20 von Gewalt traumatisierte Menschen aufnehmen. Dafür sind vier Container an der Altonaer Straße unweit des Krupunder Sees geplant. Kosten: etwa 150.000 Euro.

Doch die Entscheidung fand während der Ratssitzung nicht bei allen Zustimmung. Ein Anwohner meldete sich zu Wort und warf der Verwaltung mangelnde Informationspolitik vor. Als dann auch noch Worte fielen wie „Sollen deutsche Kinder im See ertrinken und ausländische Kinder geschützt werden?“, war der Bogen überspannt: Die Gemeinde habe die Schuldigkeit, die Menschen aufzunehmen und müsse eine Willkommenskultur entwickeln (Ines Strehlau, Grüne). Gudrun Gabriel-Schröder (Grüne) sprach sogar von einer „menschenverachtenden Diskussion“.

Während Volker Dannhauer (FDP) betonte, dass die Gemeinde zur Aufnahme verpflichtet sei, machte Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann Nägel mit Köpfen: „Egal, wo wir die Menschen unterbringen: Es kommt überall zu Problemen. Aber wir müssen ihnen ein Dach über den Kopf bieten. Das ist eilig.“

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erstellt am 28.Aug.2013 | 00:33 Uhr

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