Borchert-Gymnasium in Halstenbek : Das ist die Organisatorin des Umzugs

Wichtigstes Arbeitsutensil ist das Handy.
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Wichtigstes Arbeitsutensil ist das Handy.

Die 24 Jahre alte Madlen Biermann koordiniert den Umzug ins neue 21 Millionen Euro teure Borchert-Gymnasium. Start am 31. August.

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30. Juli 2015, 14:15 Uhr

Halstenbek | Die Handynummer von Madlen Biermann ist heiß begehrt. Von morgens bis abends. „Es klingelt auch schon mal nach Feierabend um 21.30 Uhr“, sagt die Verwaltungsmitarbeiterin im Rathaus Halstenbek augenzwinkernd. Die 24-Jährige zieht seit Wochen im etwa 21 Millionen Euro teuren Neubau des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums die Fäden. Umzugs-Koordinatorin der Gemeinde als Schulträger – gegen diese Fulltime-Jobbeschreibung hat sie keine Einwände. Gesprächspause. Das Handy klingelt.

„Ich wundere mich, dass ich hier kein Büro vor Ort habe“, sagt die Verwaltungsfachangestellte. Denn permanent ist sie gefragt, wenn Boden- und Parkettleger, Elektriker, Experten für die Außenanlage, die Maler mit kleinen und großen Problemen den Kontakt suchen. Und Lösungen erwarten.

Etwa 100 Mitarbeiter von zig Gewerken wuseln durch den dreistöckigen Bau, innen und außen – da müssen die Umzugsfäden zusammengehalten werden. Eine der größten Herausforderungen ist die richtige Verteilung der Möbel und die Zuordnung der etwa 2500 Umzugskartons – gepackt vor Beginn der Ferien vom Lehrerkollegium und einer Schar von freiwilligen Schülern. Ob in den Fachraum für Chemie, ins Lehrerzimmer, in den Werkraum oder Verwaltungstrakt für etwa 1000  Schüler – Biermann ist bestens organisiert. Mit farbig markierten und beschrifteten Zielaufklebern erreicht jeder Karton sein Ziel. Dafür garantiert sie. Und lächelt dabei.

Biermann ist dabei nicht allein. Sie wird von ihrem Rathauskollegen Jörg Reikat unterstützt. Und kann sich auf Marius Mählmann verlassen. Der Projektleiter – extra aus Essen vom Hauptsitz von Hochtief PPP Solutions abgestellt – ist seit Wochen vor Ort. Er begleitet das Prestigeobjekt, gebaut nach dem Prinzip Öffentlich-Private-Partnerschaft (ÖPP). Er wird den Abriss des Altbaus nach dem Schulstart am 31. August mit betreuen. Dauer: bis ins Jahr 2016 hinein. Biermann steckt mal wieder ihr Handy ein. Und gibt eine Garantie: „Wenn das vorbei ist, wechsele ich meine Nummer.“ Und lächelt.

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