Das Hotel wird zuerst gebaut XL-Campus: Investor Thorsten Schütte stellt Masterplan vor / Dreifeld-Turnhalle, Sportbad und Ärztezentrum entstehen

Noch steht die Internationale Schule allein auf dem Gelände – doch drum herum soll ein Campus entstehen.
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Noch steht die Internationale Schule allein auf dem Gelände – doch drum herum soll ein Campus entstehen.

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09. Juli 2018, 16:11 Uhr

Im Februar 2015 ging die Wabe zum ersten Mal an die Öffentlichkeit mit ihrem 100-Millionen-Euro-Projekt. Die Internationale Schule ist seit Mitte 2016 in Betrieb, die Kita gibt es schon länger. Jetzt soll es weitergehen mit dem XL Campus, der Pinneberg in Sachen Bildung ganz weit nach vorne bringen soll.
Thorsten Schütte (Foto) von Premero Immobilien berichtet nun im Gespräch mit unserer Zeitung über den aktuellen Stand der Dinge. „Im Rahmen von zukünftigen Projektentwicklungen in anderen Regionen von Deutschland sprechen wir von Premero bereits sehr stolz vom „Pinneberger Model!“, sagt er.

Zum pädagogischen Bereich zählt die Kita, die jetzige Internationale Schule, das geplante große Internationale Schulgebäude, eine Dreifeldsporthalle sowie die Erwachsenen-Akademie mit dem dazugehörigen Boardinghaus. „Die jetzige Schule wird nach Bezug der großen
Internationalen Schule in ein Internatsgebäude für bis zu 330 Kinder umkonfiguriert“, sagt Schütte.

Der Masterplan sieht aber auch ein Hotel mit etwa 120  Zimmern und Suiten inklusive Restaurant und Konferenzcenter vor. Derzeitig sei vorgesehen, dass die renommierte RIMC Hotelgruppe aus Hamburg das Haus betreibt. „Der Pächter geht unterhalb der Woche von einem Gästemix aus Geschäftsleuten und Campus-Besuchern aus. Am Wochenende rundet das Hotel das Bettenangebot für den touristischen Gast Pinnebergs ab“, erläutert Schütte. Das Restaurant und die Bar des Hotels stehen allen Pinneberger Bürgern jederzeit zur Verfügung. Und: „Die RIMC wird Pinneberg auf allen wichtigen Tourismusmessen der Welt vertreten und repräsentieren“, sagt Schütte.

Ein ähnliches, aber schon realisiertes Hotelprojekt mit dem Namen „Nordport Plaza“ gibt es bereits in Norderstedt. Das haben mehrere politische Vertreter Pinnebergs kürzlich begutachtet.

Außerdem sehen die Pläne ein Multifunktionsgebäude mit Sportbad und mehrere Lehrschwimmbecken im Erdgeschoss, ein Becken mit Außenbereich, Wellnesseinheiten, einen Präventionsbereich mit großem Gym sowie ein Ärztezentrum zur Campus-Versorgung in den Obergeschossen vor. Daneben wird es außer dem Welcome Office ein weiteres Officegebäude für Forschung und Entwicklungsunternehmen geben. Eine großzügige Tiefgarage soll für einen nahezu autofreien grünen Campus sorgen. Schütte: „Alle Gebäude werden um den erhaltenswerten Baumbestand herum konfiguriert.“ Gleiches gelte auch für eine nachhaltige Bewirtschaftung
aller Gebäudeteile.

Das ist der vorläufige Zeitplan: Als Erstes werde voraussichtlich das Hotel mit Tiefgarage gebaut. „Möglichst in Verbindung mit dem Sportbad“, so Schütte. Realistischer Baubeginn könnte das zweite Quartal 2019 sein. Nach der Fertigstellung des Hotels sollen die Officegebäude mit den Außenanlagen realisiert werden. „Wenn alle Nutzerverträge noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, steht einer Fertigstellung aller gewerblichen Gebäudeteile bis zum vierten Quartal 2021 nichts im Wege.“

Laut Schütte werde zusammen mit dem pädagogischen Bereich insgesamt ein dreistelliger Millionenbetrag in den Standort investiert.

Der Standort für das Gesamtentwicklungsprojekt sei
einmalig in Deutschland, zieht Schütte abschließend ein Fazit. Gleiches gelte auch für seine Ausrichtung, es sei der erste echte „Mehrgenerationen Lehrcampus“. Als sichtbares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit dieser Idee stehe der Support der weltweit anerkannten Harvard University.

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