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Die „Appen musiziert“-Stars im Interview : Das Herz schlägt für den Rock’n’Roll

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Peter Wilcek von der CCR Revival Band spricht über Woodstock und Politik.

shz.de von
erstellt am 17.Jun.2015 | 12:15 Uhr

Appen | Die CCR Revival Band gehört zu den Stars, die am Sonntag, 20. September, bei „Appen musiziert“ auftreten. Im Interview mit dieser Zeitung berichtet Sänger Peter Wilcek, was ihn an der Musik von Creedence Clearwater Revival fasziniert und wie er Rock’n’Roll in die Schule bringt.

Was können die Besucher in Appen von der CCR Revival Band erwarten?
Peter Wilcek: Eine gut gelaunte Band, die ihnen die größten Hits von Creedence Clearwater präsentiert.

Was verbinden Sie persönlich mit „Appen musiziert“?
Bekannte Politiker, illustres Publikum, eine volle Halle, nette Menschen und hin und wieder treffe ich sogar Leute aus meinem privaten Umfeld, die es in die Charts geschafft haben. Sascha Pierro, der Sänger von Marquess, hatte bei mir sein erstes Keyboard gekauft, als ich im Musikgeschäft meines Onkels aushalf. Wir kommen ja beide aus Minden. Er war völlig baff, als wir uns in Appen hinter der Bühne trafen.

Was macht für Sie den Reiz von „Appen musiziert“ aus?
Was dort passiert, lässt sich kaum in Worte fassen. Es ist toll, was dort auf die Beine gestellt wurde. Als Musiker tritt man zwar mehrmals im Jahr für den guten Zweck auf. Aber so etwas wie „Appen musiziert“ gibt es nur einmal. Welche Ausmaße die Veranstaltung hat und wie viel Geld schon für kranke Kinder eingenommen wurde, ist unglaublich. Das ist meiner Meinung nach hauptsächlich Rolf Heidenberger zu verdanken. Wir haben ihn deshalb auch zum Ehrenmitglied der CCR Revival Band ernannt.

Was fasziniert Sie an Creedence Clearwater Revival?
Ich verbinde mit der Band tolle Erinnerungen an meine Jugendzeit und denke dabei an die Kellerpartys in den guten alten 1960ern. Das Licht ging aus, Engtanz mit einem hübschen Mädchen – so wie man es damals eben kannte. Als der DJ aber „Travellin Band“ von Creedence Clearwater Revival spielte, waren mir irgendwelche Mädchen in dem Moment egal. Da gab es nur noch die Musik und seitdem schlägt mein Herz für den Rock’n’Roll. Die Band hat für mich die Woodstock-Ära eingeläutet.

Ist bei Ihnen etwas vom Hippie-Zeitgeist aus der Woodstock-Ära übrig geblieben?
Bei mir auf jeden Fall. Ich arbeite als Schulleiter und dürfte zumindest bei uns in der Region der einzige Lehrer mit Unterlippenbärtchen und Zopf sein, der hinter dem Schreibtisch eine Gitarre stehen hat und keinen Anzug trägt. Bei den Schülern kommt das gut an. Die sagen „Wilcek ist geil“.

Gibt es Auftritte, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?
Dänemark, Holland, Österreich, Schweiz – wir standen schon in etlichen Ländern auf der Bühne. Man denkt zwar irgendwann, alles schon einmal gesehen zu haben, erlebt aber doch immer Überraschungen. Besonders skurril war ein Festival in Niederbayern. Dort traten drei Bands auf: eine Bob-Marley-Gedächtniskapelle, eine Rammstein-Cover-Band und wir. Das Publikum war total unterschiedlich, aber alle kamen gut miteinander aus und haben sich das angehört, was sie interessierte, und die übrige Zeit im Restaurant verbracht.

Creedence Clearwater Revival sind Legenden. Ihre Hits wie „Hey Tonight“, „Proud Mary” und „Bad Moon Rising” sind Klassiker und machten die Gruppe zu einer der erfolgreichsten Bands der Woodstock-Ära. Auf den Spuren der Truppe um John Foggerty wandelt seit 1997 die CCR Revival Band. Peter Wilcek, Jens Petersen, Roland Reuter und Bernd Reuss bringen den Zeitgeist der Hippie-Epoche auf die Bühne und begeistern damit das Publikum. Dass die Band nicht nur live gut ist, sondern auch Humor hat, zeigt deren Homepage. Dieses Musikerquartett hält also die Erinnerung an Musiklegenden aufrecht und hat dabei ganz viel Spaß. Den geben sie auf Oldie-Partys in ganz Europa an das Publikum weiter.

Creedence Clearwater Revival galt als politische Band. Wie wichtig ist Ihnen Politik?
In der Band sind alle politisch interessiert. So trug ich in dem Jahr, als Georg Bush junior zur Wiederwahl stand, häufig ein T-Shirt mit der Aufschrift „Vote 44“. Ich wollte dadurch demonstrieren, dass die Amerikaner möglichst einen anderen Präsidenten wählen sollten. Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass sich eher wenige um das kümmern, was um sie herum geschieht und wir wieder im Zeitalter von „Brot und Spiele“ sind. Bunte Bilder auf Großbildschirmen und genug zu essen reichen den meisten völlig aus.

Wieso ist Rock’n’Roll immer noch „in“?
Die Musik ist einfach zeitlos. In meiner Jugend nahm man sich noch Zeit, ein neues Album in Ruhe zu hören, meistens sogar zusammen mit der Clique. Heute lädt man sich etwas auf MP3 herunter und löscht es sofort wieder. Die Charts und die Gruppen, mit denen man sich identifiziert, hatten früher einen viel höheren Stellenwert.

Ihre Homepage ist sehr humorvoll gestaltet. Können Sie über sich selbst lachen?
Auf jeden Fall. Das ist eine der größten Qualitäten unserer Band. Nach mehreren Stunden Autofahrt steigt man vor lauter Lachen schon mal mit Tränen in den Augen aus. Das ist auch wichtig. Die Chemie muss stimmen, sonst hält man das gar nicht aus, so viel Zeit miteinander zu verbringen. Eine Band spielt einfach besser, wenn sich die Mitglieder gut verstehen.

Karten für „Appen musiziert“ gibt es im Ticket-Center des A. Beig-Verlags in Pinneberg, Damm 9-19, sowie in den Geschäftsstellen in Elmshorn, Schulstraße 62-66, in Wedel, Bahnhofstraße 65, in Quickborn, Kieler Straße 80, sowie in Barmstedt, Reichenstraße 17. Telefonische Vorbestellungen sind unter 04101-5356233 möglich. Die Tickets kosten 15 Euro. Weitere Vorverkaufsstellen sind:  Marens LaDiDa, Hauptstraße 24 in Appen, Edeka Jensen, August-Christen-Straße 6 in Barmstedt, Edeka Appel, Waldhof 3 in Ellerbek, Theaterkasse Konzert und Event, Kirchenstraße 8 in Elmshorn, Edeka Böge, Hauptstraße 37-43 in Halstenbek, Theaterkasse Moorrege, Wedeler Chaussee 26 in Moorrege, Edeka Bert Meyer, Dingstätte 5 und Saarlandstraße 65 in Pinneberg, Edeka Böge, Nienhöfener Straße 19a in Pinneberg, Marktkauf, Peiner Hag 1 in Prisdorf, Edeka Appel, Krupunder 2 in Rellingen, Edeka Böge, Hauptstraße 39 in Rellingen, Edeka Ermeling, Gerberstraße 1 in Uetersen, Edeka Jensen, Am Marienhof 3 in Wedel, Edeka Paulsen, Im Sande 2, in Holm.
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