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Anstoss - Die HSV-Kolumne : Das Haar in der Suppe

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein 0:5 Auswärtssieg gegen Nürnberg, ein lupenreiner Hattrick und ein Traumtor von Arslan: Da kann man nicht meckern. Auch wenn es unserem Kolumnisten Oliver Carstens scheinbar schwer fällt.

Großartig, HSV. In Nürnberg so aufzutreten und die Franken derart zu deklassieren, das hat schon was. Ich gebe zu, es ist leichter, nach Niederlagen zu kommentieren, denn dann gibt es immer etwas zu kritisieren.

Nach der ersten Halbzeit, die der HSV zwar dominierte, aber keineswegs brillant spielte, habe ich mich noch gefragt, was an diesem Wochenende eigentlich schlimmer war: "Wetten, dass.. ?" mit Markus Lanz, die Dauer-Werbesendung, in der zwei Männer Ringelpietz mit Anfassen spielen und vom TV-Sender RTL als Boxen verkauft wurde, oder eben dieses HSV-Spiel.

Aber, und das muss ich neidlos anerkennen, der HSV hat in der zweiten Halbzeit (wenn auch gegen eine völlig desolate Nürnberger Mannschaft) eine gute Partie geboten. Vier Tore in nur fünfzehn Minuten, ein lupenreiner Hattrick von Lasogga - da ist es schwer, das Haar in der Suppe finden.

Man kann über die immer noch spielerisch dürftige Verfassung der Rothosen philosophieren. Aber war die in so einem Spiel überhaupt notwendig? Man kann über einen desolaten Gegner sprechen, der für mich nach diesem Spieltag zu einem fast sicheren Abstiegskandidaten zählt. Aber das würde dem HSV nicht gerecht werden.

Die Mannschaft hat etwas für das eigene Selbstvertrauen getan, auch wenn noch nicht alles Gold war, was da glänzte. Bestimmt werden sich jetzt auch wieder die zu Wort melden, die meinen, der HSV gehört ohnehin unter die ersten fünf Mannschaften der Liga, wenn nicht gleich in die Champions-League. Geschenkt. Heute dürfen sich die HSV-Fans freuen - und sich an diesen Kommentar erinnern, wenn es gegen Mannschaften geht, die dem Team wieder seine Schwächen aufzeigen. In diesem Sinne: Nur der HSV.

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erstellt am 06.Okt.2013 | 17:39 Uhr

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