zur Navigation springen

Gemeindevertretung in Appen : Das gute Verhältnis weiter festigen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Harmonischer Anfang, streitbares Ende: Für Freude sorgte eine Patenschaft. Ärger gab es jedoch um die Bauhof-Sanierung.

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Die Appener Gemeindevertretung hat sich am Dienstagabend im Bürgerhaus einstimmig für eine Patenschaft zwischen der Gemeinde und der zu Appen gehörenden Unteroffizierschule der Luftwaffe ausgesprochen. „So wird unsere ohnehin enge Verbundenheit auch schriftlich festgehalten“, sagte Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak (CDU). Oberst Klaus Kuhle, Kommandeur der Unteroffizierschule, freute sich über die Entscheidung der Gemeindevertretung. „Das gute Verhältnis zwischen Bundeswehr und Gemeinde wird so weiter gefestigt“, lobte er. Die Patenschaft wird am 7. November in der Marseille-Kaserne offiziell besiegelt.

Kommandeur und Bürgermeister betonten, dass die Vereinbarung nicht nur symbolischen Charakter habe, sondern auch praktische Vorteile bringe. Beide Seiten verpflichten sich unter anderem zur Unterstützung von „Appen musiziert“, zu gemeinsamen Ausbildungsveranstaltungen der Feuerwehr und der fünften Inspektion der Unteroffizierschule, zu sportlichen Wettkämpfen wie dem Walter-Pein-Turnier sowie zu geselligen Zusammenkünften. Damit wird festgeschrieben, was ohnehin längst stattfindet. So stellt beispielsweise die Feuerwehr den Brandschutz bei Veranstaltungen in der Kaserne sicher. Im Gegenzug hilft die Bundeswehr bei „Appen musiziert“, der größten deutschen Feuerwehrveranstaltung, schon seit Jahren mit. Nicht zuletzt deshalb hatten sich auch Wehrführer Marco Lienau und „Appen musiziert“-Organisator Rolf Heidenberger für die Patenschaft ausgesprochen. Ein weiterer Beweis für das Miteinander: Zwei Soldaten sind inzwischen sogar Mitglied bei den Brandbekämpfern geworden.

Weniger harmonisch verlief dagegen die Debatte um die Sanierung der Fassade des Bauhofs an der Gärtnerstraße. Mit den Stimmen von CDU und FDP wurde beschlossen, dafür 18 000 Euro in die Hand zu nehmen. Die Reparaturen hatten mehrere Anwohner gefordert. Sie beschwerten sich über den maroden Zustand des Bauhofs. Die SPD konnte allerdings nicht nachvollziehen, dass Liberale und Christdemokraten dem Wunsch der Bürger nachkommen wollen. „Wir werden demnächst über eine Verlegung des Bauhofs diskutieren müssen“, sagte SPD-Fraktionschef Walter Lorenzen. Deshalb sei es sinnlos, noch Geld für die Sanierung auszugeben. Nach Auffassung der Genossen muss der Bauhof ins Gewerbegebiet umgesiedelt werden. Doch CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Lütje erwiderte: „Das können wir uns nicht leisten.“ Auch FDP-Fraktionschefin Jutta Kaufmann sieht für die kommenden Jahre „keine Chance, dass sich an dem Standort etwas ändert“.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen