„Chillout Lounge“ in Pinneberg : Das GSH kehrt zum Ursprung zurück

Hereinspaziert: GSH-Leiter Jens Schmidt (rechts) und Bundesfreiwilligendienstler Arne Hoffmann vor dem Eingang in die neue „Chillout Lounge“.
1 von 2
Hereinspaziert: GSH-Leiter Jens Schmidt (rechts) und Bundesfreiwilligendienstler Arne Hoffmann vor dem Eingang in die neue „Chillout Lounge“.

Jugendzentrum bietet wieder offenen Treffpunkt für junge Erwachsene an. Eröffnung am 11. Februar.

shz.de von
30. Januar 2015, 12:00 Uhr

Pinneberg | Neuer Name, bewährter Ansatz: Pinnebergs Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren haben in der „Chillout Lounge“ wieder eine Anlaufstelle in der Innenstadt. Das Geschwister-Scholl-Haus (GSH) öffnet die Türen seiner bisherigen Teestube am Mittwoch, 11. Februar, für einen offenen Jugendtreff. Seit mehr als zehn Jahren hat das Jugendzentrum in der Bahnhofstraße 8 kein solches Angebot mehr. Das GSH kehrt zu seinen Wurzeln zurück: „Der Jugendbereich ist schon immer die Keimzelle des Jugendzentrums gewesen“, sagt GSH-Leiter Jens Schmidt. Es sei an der Zeit gewesen, wieder ein „freies und zwangloses“ Angebot zu schaffen. Die Mädchen und Jungen erwartet ein Café, in dem es Getränke und Snacks zu günstigen Preisen und vielseitige Angebote zum Zeitvertreib geben wird.

Für die „Chillout Lounge“ wird derzeit fleißig gewerkelt: Noch ist das Licht aus, einige Kabel für Musikboxen hängen aus den Wänden, Billardtisch, elektrische Dartscheibe und Kicker warten auf Benutzung, Sofas sowie Sitz-Würfel lassen erahnen, was im GSH entsteht. Die Teestube bekommt ein Face-Lifting. Ein beleuchteter Schaukasten für die Hauswand fehlt noch, der bald das neue Schild für die „Chillout Lounge“ in Szene setzen soll.

„Der Schwerpunkt unseres Angebots ist das Chillen, ohne Geld ausgeben zu müssen“, sagt Schmidt. Das Alles-kann-nichts-muss-Prinzip solle einen attraktiven Raum für Freizeit und soziale Begegnungen ermöglichen, das sei dringend notwendig. So könnten Freundschaften entstehen und Vorurteile abgebaut werden. Denn das Credo des Hauses ist seit längerer Zeit: „Niemand wird im GSH diskriminiert“. Das tolerante Miteinander funktioniere laut Schmidt bisher sehr gut.

In der „Chillout Lounge“ ist immer ein Pädagoge zugegen, der sich als Ansprechpartner unter die Jugendlichen mischt. Die Ausgabe von Getränken, Snacks und Spielen aus der Küche übernimmt eine ehrenamtliche Kraft beziehungsweise der Bundesfreiwilligendienstler Arne Hoffmann.

Mit dem Jugendcafé erhofft sich Schmidt auch, auf weitere Angebote des GSH aufmerksam zu machen. Dazu zählen etwa Bandförderung, Theater, Tanz oder Siebdruck. Viele weitere private Initiativen nutzen das Jugendzentrum, um Arbeitsgemeinschaften abzuhalten. „Es ist viel möglich hier“, ermuntert Schmidt Interessierte. „Wir haben 18 Räume zur Nutzung.“

Als das Jugendzentrum im Jahr 1984 eröffnet wurde, war das GSH eine offene Anlaufstelle für Heranwachsende aus der ganzen Stadt. Durch personelle Umstrukturierungen, die unter anderem mit der Eröffnung der dezentralen Treffpunkte „Komet“ und „Club Nord“ für Kinder bis 14 Jahre zusammenhängen, entstand ein Vakuum. Denn das offene Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene an der Bahnhofstraße wurde nach und nach auf Null zurückgefahren. Die Schwerpunkte verlagern sich jetzt wieder. „Es gibt kein Rezept für Jugendarbeit, man muss neues ausprobieren“, sagt Schmidt. Der derzeitige Personalschlüssel lässt eine Öffnung der „Chillout Lounge“ an nur drei Tagen in der Woche zu.

Die „Chillout Lounge“ im Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße 8, öffnet jeweils Mittwoch von 15 bis 20 Uhr sowie Donnerstag und Freitag zwischen 15 und 17.30 Uhr. Zum Einstand des neuen offenen Jugendtreffs hat sich am Mittwoch, 11. Februar, um 18 Uhr unter anderem Bürgermeisterin Urte Steinberg angemeldet. Jugendliche Gäste erwarten bei der Premiere kostenlose Snacks und Getränke. www.gshpi.de
zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen