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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 04:18 Uhr

Das grüne Idyll von nebenan

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Naturtag Halstenbeker Hobbygärtner laden in ihre Wohlfühl-Oasen ein / Sensen-Seminar als Auftakt

Gerd Mayer war schon nach den ersten Minuten des Sensen-Seminars an der Japanischen Schule von der Technik begeistert: „Das ist eine tolle Alternative zum Rasenmäher. Das Gras wird kurz ohne viel Lärm.“ Jürgen Heidorn zeigte den Kursusteilnehmern im Auftrag des Naturschutzbunds (Nabu) den richtigen Umgang mit Sensen. „Es geht hier nicht um den wirtschaftlichen Erfolg, also möglichst viel Fläche schnell zu schneiden, sondern Flächen möglichst naturschonend zu schneiden“, sagte Heidorn. Bäume und Stauden sollten entfernt werden, die oftmals Flächen überwuchern. „Wiesen sollen sich entfalten und dadurch Artenvielfalt entwickeln“, sagte Heidorn und ergänzte: „Wir wollen auch Tieren so einen sicheren Zufluchtsort ermöglichen. Denn wenn man mit dem Rasenmäher drüberfährt, ist einfach alles platt.“ Claudia Daffertshofer vom Verein „Web am See“ war mit einem klaren Ziel ins Seminar gekommen: „Wir haben eine Fläche am Krupunder See, die wir als Naturwiese pflegen wollen, und da ist die Sense genau das richtige Werkzeug für uns.“

Direkt nach dem Seminar düste Heidorn in seinen Garten, denn wie sechs weitere Halstenbeker und einige Laubenpieper öffnete er im Rahmen des Naturtags in der Gemeinde seinen privaten Rückzugsort, um Besuchern einen Einblick in seinen Naturgarten zu ermöglichen. „Manche meinen, wir haben kein Konzept – aber Schönheit muss nicht immer im Vordergrund stehen. Wir freuen uns, wenn Tiere im Garten sind“, sagte Heidorn.

„Man kommt mit Leuten ins Gespräch, und man kann mal sehen, wie es in Nachbars Garten aussieht“, sagte Johanna Maschmann aus Rellingen. Ihre Freundin Britta Mackens hatte eine andere Motivation für den Blick in fremde Gärten: „Ich habe selbst einen naturbelassenen Garten und hole mir Ideen.“ Jan Lederbogen wollte einfach ein wenig die Natur genießen und sagte: „Ich bin überrascht, wie schöne Gärten es hier in Halstenbek gibt.“ Etwa 30 Gruppen hatten sich im Vorfeld für die Gartenbesichtigungen angemeldet. „Es ist schön, sich mit Gartenfreunden auszutauschen“, freute sich Organisator Heidorn.

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