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Pinneberg : Das Forum Theater präsentiert „Nach dem Regen“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ab dem 1. November läuft das neue Stück. Debüt von Regie und vier Schauspielern.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2014 | 14:00 Uhr

Pinneberg | Nur drei Monate Zeit, vier neue Darsteller, die Regisseurin debütiert und eine Rolle musste während der Proben umbesetzt werden: Das neue Stück des Forum Theaters Pinneberg forderte das 17-köpfige Team ganz schön heraus. „Fast hätten wir es nicht geschafft“, sagt die Regisseurin Sabine Körner. Aber eben nur fast. Ab Sonnabend, 1. November, präsentiert die Truppe „Nach dem Regen“. Es handelt auf dem Dach eines Wolkenkratzers, wo sich Menschen verschiedener Alters- und Berufsklassen in der heimlichen Raucherpause treffen und allesamt am Abgrund ihrer selbst stehen. Das Stück entstammt der Feder des katalanischen Schriftstellers und Regisseurs Sergi Belbel i Coslado. „Belbel selbst bezeichnet es als Farce“, so Körner. Die 65-Jährige ist fasziniert von der Handlung. „‘Nach dem Regen‘ ist sehr vielfältig, es hat viele verschiedene Elemente.“ So gebe es in elf Szenen berührende und romantische Momente, Kinderlieder, Traumsequenzen, anzügliche Doppeldeutigkeiten, Überspitzungen und philosophische Aspekte. Man halte dem Publikum mit einer Farce auch immer den Spiegel vors Gesicht. „Und es wird sehr kurzweilig“, verspricht der Pressesprecher Andreas Hettwer (47), der einen Verwaltungschef mimt.

So vielfältig wie das Stück, so ist auch das Team aufgebaut: Die Mitwirkenden sind zwischen 23 und 76 Jahren alt und teilweise Profis, teilweise Debütanten. „Die Arbeit mit dem Team ist richtig klasse – die Energie wächst“, sagt die Regisseurin. Der Zeitplan sei sehr straff gewesen, seit Anfang August wurde geprobt. Verhältnismäßig kurz. Aufgrund einer Umbesetzung – eine Darstellerin musste aus beruflichen Gründen abspringen – hatte Carina Jahn sogar nur zwei Monate Zeit. Und noch eine Besonderheit gibt es: Die Bühne wird ein Stück weit ins Publikum hineinragen. Außerdem gibt es nur ein einziges Bühnenbild: Das Dach des Wolkenkratzers.

Insgesamt stehen acht Schauspieler auf der Bühne. Hinzu kommt eine Stimme aus dem Off. Die Akteure stehen in verschiedenen Konstellationen auf der Bühne.

Worum geht’s genau? Um das Menschsein. Seit zwei Jahren hat es nicht mehr geregnet. Die Luft ist elektrisiert, der erlösende Regen lässt auf sich warten. Die Akteure treffen sich – eigentlich verboten – auf dem Hochhausdach. Sie rauchen, sind kühl und distanziert gegenüber den Mitmenschen und gegenüber sich selbst. Und 49 Stockwerke über dem Boden tut sich nicht nur der Abgrund des Hochhauses auf. Sie hadern mit sich und der Welt, wollen springen. Und drehen durch wegen der Zerbrechlichkeit des Seins, dem Verlangen nach Anerkennung und dem Druck in der Leistungsgesellschaft. Sie sind distanzlos mit ihren Worten, aber können ihrem Gegenüber nicht in die Augen blicken.

Bei all den Zweifeln und dem Wahnsinn, wozu ist das Leben denn nun überhaupt gut? Zum Beispiel, um am Sonnabend, 1. November, ins Theater zu gehen. Beginn in der Lindenstraße 10 ist um 19.30 Uhr.

Die Farce „Nach dem Regen“ wird an fünf Tagen vom Forum Theater in der Ernst-Paasch-Halle, Lindenstraße 10, aufgeführt. Premiere ist am Sonnabend, 1. November, um 19.30 Uhr. Weitere Termine sind am Sonnabend, 2. November, 18 Uhr; Freitag und Sonnabend, 7. und 8. November jeweils um 19.30 Uhr und am Sonntag, 9. Novmeber um 18 Uhr. Tickets gibt’s für zehn Euro  und ermäßigt 7,50 Euro  im Bücherwurm, Dingstätte 24, sowie eine Stunde vor Aufführungsbeginn an der Abendkasse.
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